Goslar. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert im Vorfeld des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstags in Goslar eine stärkere Verankerung von Fahrausbildung Verkehrssicherheit Goslar im Verkehrsrecht und der Verkehrspolitik. Im Fokus stehen dabei eine Qualitätsoffensive in der Fahrausbildung, neue Modellentwicklungen beim Begleiteten Fahren sowie Maßnahmen gegen Ablenkung und Alkoholkonsum im Straßenverkehr.
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Der DVR setzt sich für eine umfassende Verbesserung der Fahrausbildung ein, um Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfallzahlen zu reduzieren. Ein zentraler Forderungspunkt ist die Einführung eines verbindlichen Referenzlehrplans für Fahrschulen. Dieser soll bundesweit die systematische Erfassung und Kontrolle des Lernstands der Fahrschüler sicherstellen, um einen kontinuierlichen und hochwertigen Unterricht zu ermöglichen. Zudem wird die optionale Nutzung von Fahrsimulatoren in der regulären Ausbildung vorgeschlagen. Diese Technik erlaubt es, manuelles Schalten und kritische Fahrsituationen wie das Überholen gefahrlos zu üben. Das Bundesministerium für Verkehr ist aufgefordert, entsprechende technische und pädagogische Standards zu entwickeln.
Der DVR unterstützt zudem die Kombination von Online-Theorieunterricht in Echtzeit mit E-Learning-Formaten und Präsenzunterricht, wodurch die Fahrausbildung effizienter und zeitgemäßer gestaltet werden kann.
Erweiterung des Begleiteten Fahrens
Ein weiteres Konzept zur Stärkung der Verkehrssicherheit ist das erweiterte Begleitete Fahren ab 17 (BF17). Hierbei sollen Jugendliche frühzeitig ihren Antrag auf die Fahrerlaubnis stellen, die theoretische Prüfung bis zu sechs Monate vor dem 17. Geburtstag ablegen und dadurch eine volle zwölfmonatige Begleitphase absolvieren können. Dies soll das sichere Fahrverhalten fördern. Ein Modellversuch für das Begleitete Fahren ab 16 (BF16) wird ebenfalls empfohlen, um diese Regelung langfristig in der Fahrerlaubnisverordnung zu verankern.
Zur Anreizsteigerung schlägt der DVR eine Bonuszahlung für die erfolgreiche Teilnahme am Begleiteten Fahren vor, um die Bereitschaft zur Teilnahme zu erhöhen.
Maßnahmen gegen Ablenkung und Alkoholkonsum
Der DVR fordert außerdem den flächendeckenden Einsatz von KI-gestützten Monocams, die erkennen, wenn Fahrzeugführer ein Handy nutzen. Rheinland-Pfalz wird als beispielhaftes Bundesland genannt, das diese Technik bereits im Einsatz hat. Entwicklungsfortschritte bei der Fahrzeugtechnik, etwa intuitive Bedienkonzepte und EU-weite Vorschriften gegen Ablenkung durch mobile Geräte, werden ebenfalls unterstützt.
Bei alkoholisierter Teilnahme am Straßenverkehr plädiert der DVR für eine Ordnungswidrigkeit ab 1,1 Promille bei Fahrrad- und Pedelec-Fahrern. Für Kraftfahrzeuge wird ein absolutes Alkoholverbot befürwortet.
„Die Diskussion zur Bezahlbarkeit des Führerscheinerwerbs darf nicht auf Kosten der Sicherheit geführt werden“, sagte Manfred Wirsch, Präsident des DVR.
Statistische Grundlagen und EU-weite Sanktionen
Der DVR fordert zudem eine präzisere Erfassung von Unfallfolgen nach europäischem MAIS-Standard, um die Verkehrssicherheitsarbeit fundierter zu gestalten. Bei der Vollstreckung von Sanktionen bei Verkehrsverstößen über EU-Grenzen hinweg wird eine Halterverantwortlichkeit durchgehend verlangt, da derzeit viele Verstöße nicht geahndet werden können.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss: Bedeutung für Goslar und die Region
Die Forderungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, die im Rahmen des Verkehrsgerichtstags in Goslar präsentiert werden, haben eine direkte Bedeutung für die Verkehrssicherheit vor Ort und bundesweit. Durch eine verbesserte Fahrausbildung Verkehrssicherheit Goslar können Fahranfänger besser vorbereitet werden, was langfristig zu weniger Unfällen führt. Praktische Umsetzungsschritte wie die Einführung von Simulatoren, neue Begleitfahrmodelle und technische Überwachungsmaßnahmen sollen auch in Goslar und der Region den Verkehr sicherer machen. Geplante Evaluierungen und Modellversuche sollen dazu belastbare Erkenntnisse liefern.
Mehr Informationen zum Thema Verkehrssicherheit und Fahrausbildung bietet das Online-Magazin regionalupdate.de. Offizielle Informationen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats sind unter www.dvr.de abrufbar.
