Eingangstor zum ehemaligen Konzentrationslager Groß-Rosen in Rogoznica, Polen. Die Inhaftierten mussten Schwerstarbeit im Steinbruch leisten.

Junge Menschen aus Deutschland und Polen im Dialog in Kreisau

Nienburg. Die Studienfahrt Kreisau Demokratie ermöglichte jungen Menschen aus Deutschland und Polen eine intensive Begegnung an historischen Stätten. Unter anderem besuchten die Teilnehmenden das frühere Konzentrationslager Groß-Rosen und den Erinnerungsort Kreisau, um Geschichte, Widerstand und demokratische Werte gemeinsam zu erkunden.

Gemeinsam Geschichte erleben

Die einwöchige Reise führte Polizeistudierende der Polizeiakademie Niedersachsen, einen Geschichts- und Lateinstudenten sowie Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Polen zusammen. Ziel war es, durch gemeinsame Arbeit an Biografien von Widerstandskämpfern, Diskussionen über Demokratie und Resilienz ein Verständnis für die Vergangenheit zu schaffen und zugleich interkulturelle Brücken zu bauen. Dabei bot der historische Ort Kreisau, bekannt für den Widerstandskreis gegen den Nationalsozialismus, einen besonders passenden Rahmen.

Workshops und Austausch zur Demokratie

In verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Widerstand gegen das NS-Regime und dem aktuellen deutsch-polnischen Verhältnis. Die jungen Menschen reflektierten ihre Perspektiven und stärkten durch den Austausch ihr demokratisches Bewusstsein. Die Polizeiakademie Niedersachsen sieht in dieser Bildungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Wertebildung der zukünftigen Polizeigeneration.

Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit

Die Studienfahrt wurde gefördert durch die Mercator-Stiftung sowie Rotary-Gelder und verband historisch-politische Bildung mit persönlicher Entwicklung. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen jungen Menschen stand dabei im Mittelpunkt und führte zu gegenseitigem Verständnis und Respekt. So betonten Teilnehmende, wie wichtig interkulturelle Beziehungen für die Zukunft sind.

„Unsere Polizeistudierenden brauchen nicht nur fachliches Wissen, sondern ein tief verankertes demokratisches Bewusstsein“, sagte Akademiedirektor Carsten Rose.

Beispielhafte Begegnungen wie diese erweisen sich als tragfähige Grundlage für eine lebendige Erinnerungskultur und demokratisches Engagement.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss: Regionale Bedeutung und Ausblick

Die Studienfahrt Kreisau Demokratie fördert nicht nur historische Bildung, sondern stärkt auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen aus Niedersachsen und Polen. Für Bürgerinnen und Bürger in der Region zeigt sich dies in einer nachhaltig geförderten demokratischen Haltung und im Bewusstsein für gemeinsame europäische Geschichte. Die Polizeiakademie Niedersachsen plant, die internationale Bildungsarbeit fortzusetzen und weitere Reisen sowie Begegnungen zu organisieren, um junge Erwachsene in Wertebildung und interkulturellem Verständnis zu unterstützen.

Weiterführende Informationen zur Polizeiakademie Niedersachsen und deren Bildungsangebote sind auf regionalupdate.de zu finden. Ergänzend bietet die Bundeszentrale für politische Bildung ausführliche Informationen zum Thema Demokratie und Erinnerungskultur an: bpb.de.

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