Velburg. Steigende Baukosten und strengere Kreditvergaben machen die Finanzierung von Bauvorhaben zunehmend schwieriger. Das Prinzip des rollierenden Eigenkapitals Bauherren bietet in dieser Situation eine flexible Möglichkeit, eigenes Kapital effizient über mehrere Bauphasen hinweg einzusetzen.
Eigenkapital clever nutzen: Wie rollierendes Eigenkapital Bauherren neue Chancen eröffnet
Bankkredite und ihre konservative Bewertung
Kreditinstitute bewerten Immobilienprojekte oft mit hohen Sicherheitsmargen und setzen auf einen vergleichsweise hohen Eigenkapitaleinsatz. Diese vorsichtige Kalkulation führt dazu, dass Bauherren zu Beginn deutlich mehr eigenes Kapital binden müssen, als sie selbst für notwendig halten. Vor allem bei größeren Projekten kann dies eine finanzielle Belastung darstellen.
Das Prinzip des rollierenden Eigenkapitals
Beim rollierenden Eigenkapital geht es darum, Eigenmittel nicht dauerhaft in einem Projekt zu belassen, sondern diese nach Abschluss bestimmter Bauabschnitte oder nach erfolgreicher Neuvermietung wieder freizusetzen. Nach Fertigstellung oder Sanierung steigt häufig der Wert der Immobilie, was eine Neubewertung durch die Bank ermöglicht. Damit kann der Beleihungswert erhöht und das zuvor gebundene Eigenkapital teilweise entnommen werden.
Wirtschaftliche Vorteile in der Praxis
Ein praktikables Beispiel zeigt sich im Neubau eines Mehrfamilienhauses: Die Bank kalkuliert initial mit niedrigerem Mietniveau, obwohl der lokale Markt höhere Mieten erlaubt. Das veranlasst zu einem höheren Anfangseigenkapitaleinsatz. Nach Fertigstellung und Neuvermietung steigt die Mieteinnahme, was die Grundlage für eine positive Neubewertung bildet. Eins eingesetztes Eigenkapital wird „freigesetzt“ und kann für Folgeprojekte genutzt werden.
Voraussetzungen für Bauherren
Dieses Finanzierungsmodell eignet sich besonders für Bauherren, die den Markt gut kennen, realistische Mietprognosen abgeben können und bereit sind, aktiv mit ihrer finanzierenden Bank zu kommunizieren. Ein Verständis der Bankbewertung ist notwendig, um die Neubewertung und Kapitalfreisetzung sicher zu gestalten.
„Rollierendes Eigenkapital gibt Bauherren die Möglichkeit, ihr eingesetztes Kapital mehrfach zu nutzen und dadurch mehr Projekte zu realisieren“, erklärte Dr. Peter Burnickl, Geschäftsführer der Pro Bauherr GmbH.
- Das Modell schafft mehr finanzielle Flexibilität trotz restriktiver Kreditvergaben.
- Es ermöglicht die Kapitalallokation über mehrere Bauprojekte hinweg.
- Voraussetzung ist eine offene Abstimmung mit der Bank und fundiertes Marktverständnis.
Mehr Informationen rund um Baufinanzierung und Bauprojekte finden Sie auf regionalupdate.de. Externe Informationen zu Baufinanzierungen sind beispielsweise auf dem Portal der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verfügbar.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Rollierendes Eigenkapital Bauherren: Chancen für regionale Bauprojekte
In der Region kann das Prinzip des rollierenden Eigenkapitals dazu beitragen, dass Bauherren ihre Investitionen besser steuern und finanzielle Engpässe vermeiden. Gerade lokale Bauunternehmer und private Investoren profitieren davon, wenn Kapital nach Projektabschluss wieder nutzbar ist. Das fördert die Umsetzung von Neubauten und Sanierungen, die den Wohnungsmarkt entlasten und den regionalen Immobilienbestand modernisieren.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das mehr Wohnraum und potenziell attraktivere Mietangebote. Kommunale und private Projektentwickler können durch die flexible Nutzung des Eigenkapitals schneller auf Marktveränderungen reagieren. Zukünftig könnten vermehrt Beratungsangebote wie von der Pro Bauherr GmbH in Velburg die Anwendung dieses Finanzierungskonzepts unterstützen, um regionale Bauaktivitäten zu fördern.
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