Offshore-Windpark in der Nordsee

BDEW fordert stärkere europäische Kooperation beim Offshore-Wind-Ausbau

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Hamburg. Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee ist ein zentraler Baustein der Energiewende in Deutschland und Europa. Um die Kosten zu senken und die Effizienz zu erhöhen, setzt der BDEW auf eine verstärkte grenzüberschreitende Kooperation zwischen den Anrainerstaaten im Nordseeraum. Die Fokus-Keyphrase offshore wind nordsee spielt dabei eine wichtige Rolle.

Mehr Effizienz durch Kooperation

Studien belegen Kostenvorteile

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IWES, im Auftrag von BDEW und BWO erstellt, zeigt, dass durch eine weniger dichte Bebauung und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Nordsee erhebliche Vorteile erzielt werden können. So lassen sich Abschattungseffekte reduzieren und die Volllaststunden sowie Erträge um sechs bis 13 Prozent steigern. Dadurch verringern sich die Kosten pro Megawattstunde Offshore-Strom um sechs bis elf Prozent.

Bedarf an verbindlichen Abkommen und Rahmenbedingungen

Um diese Potenziale zu nutzen, fordert der BDEW bilaterale Abkommen zwischen den Nordseeanrainerstaaten. Offshore-Windflächen in den ausschließlichen Wirtschaftsgebieten von Dänemark oder Schweden, die dort nicht benötigt werden, könnten dann für den deutschen Ausbau genutzt werden. Gleichzeitig ist laut BDEW die Einführung und Harmonisierung von „Contracts for Difference“ (CfDs) in der gesamten Region notwendig. Diese zweistufigen Finanzierungsinstrumente dienen der Investitionssicherheit und tragen zur Senkung der Projektkosten bei.

Technologische Weiterentwicklung integriert planen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Offshore-Elektrolyse, die als verbindendes Element zwischen Strom- und Wasserstoffproduktion angesehen wird. Der BDEW fordert eine stärkere staatliche Unterstützung und Integration dieser Technologie in die Offshore-Planung. Auch sollten kombinierte Anschlusslösungen aus Seekabeln und Wasserstoffpipelines, wie sie in anderen Nordsee-Anrainerstaaten bereits umgesetzt werden, gesetzlich ermöglicht werden.

„Der Offshore-Wind-Ausbau in der Nordsee ist und bleibt ein Schlüsselelement der Energiewende in Deutschland und Europa. Entscheidend ist jetzt, den weiteren Ausbau nicht nur ambitioniert, sondern auch volllaststundenoptimiert und damit noch kosteneffizienter zu gestalten,“ sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Weiterer Ausblick und geplante Schritte

Der BDEW sieht in der verstärkten europäischen Zusammenarbeit einen entscheidenden Hebel, um das Offshore-Wind-Ziel von 70 Gigawatt bis 2045 zu erreichen. Die vollständige Veröffentlichung der Studie durch das Fraunhofer IWES wird im Februar 2026 erwartet. Bis dahin sollen bilaterale Vereinbarungen vorangetrieben und die Einführung harmonisierter CfD-Modelle in den Nordseeanrainerstaaten verstärkt werden.

Für weiterführende Informationen zum Ausbau der Offshore-Windenergie besuchen Sie unsere Webseite oder die offizielle Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit umfassenden Details zum Thema Energie und erneuerbare Energien.

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