Aufruhr 500

Ausstellung „Aufruhr 500“ in Münster eröffnet

Münster. Die Ausstellung Aufruhr 500 Münster thematisiert die 500-jährige Geschichte der sozialen Revolutionen in Deutschland. Im Krameramtshaus zeigt das „Kollektiv des guten Willens“ vom 30. Januar bis 1. März eine Videoinstallation zur Neuinszenierung der Bauernkriege und reflektiert damit die Konstruktion von Geschichte.

Aufruhr 500 erleben

Neuinszenierung der Bauernkriege im Krameramtshaus

Das „Kollektiv des guten Willens“ präsentiert eine Drei-Kanal-Videoinstallation unter der künstlerischen Leitung von Mareike Fiege, Peter Maria Volkhardt und Max Wigger. Im Fokus steht die Schlacht von 1525 in Bad Frankenhausen, einem Symbol für den Aufstand der Bauern gegen Feudalherrschaft und kirchliche Macht. Die Inszenierung entstand in Zusammenarbeit mit Statisten und Live-Action-Role-Play-Gruppen direkt am historischen Schauplatz und zeigt dabei keine klassische historische Dokumentation.

Konstruktion von Geschichte im Fokus der Videoinstallation

Die Ausstellung stellt die Frage nach der Darstellung und Deutung von Geschichte. In den Filmen begegnen Besucher unter anderem Figuren verschiedener Epochen wie Jakobinern, SED-Funktionären sowie Aktivisten der Occupy-Wall-Street-Bewegung. Diese Treffen von unterschiedlichen Zeiten und Ideologien betonen das anhaltende Erbe der Bauernkriege für politische und soziale Bewegungen.

Eröffnung und Rahmenprogramm

Die offizielle Eröffnung findet am 29. Januar um 18 Uhr statt. Bürgermeister Klaus Rosenau wird die Ausstellung eröffnen, anschließend diskutieren Merle Radtke, Leiterin der Kunsthalle Münster, und das Regietrio. Das Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung mit Lesungen und Performances. Am 7. Februar liest die Autorin Kathrin Röggla aus ihrem preisgekrönten Text zum Bauernkrieg, gefolgt von einer Performance von Peter Maria Volkhardt. Am 26. Februar lädt das Kollektiv zu einer szenischen Lesung ein. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei.

Ausstellung und Öffnungszeiten

Die Ausstellung befindet sich im historischen Krameramtshaus, Alter Steinweg 6-7, und ist montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Sie wird vom Kulturamt Münster, der Kunsthalle Münster und weiteren lokalen Partnern gefördert. Das Kulturamt präsentiert dort regelmäßig wechselnde Ausstellungen und fördert damit die kulturelle Vielfalt in der Stadt.

„500 Jahre nach den Bauernkriegen setzen wir mit der Videoinstallation ein Zeichen und reflektieren den Umgang mit Geschichte“, sagte Mareike Fiege vom „Kollektiv des guten Willens“.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm finden sich auf der Website der Stadt Münster sowie auf regionalupdate.de.

Mehr zum Thema Geschichte und Museen in der Region bietet auch die Seite des LWL-Museums für Kunst und Kultur: LWL Museum.

Weitere Entwicklungen zur Ausstellung Aufruhr 500 Münster

Die Ausstellung „Aufruhr 500“ läuft bis zum 1. März 2026. Im Anschluss plant das Kulturamt Münster weitere Ausstellungen im Krameramtshaus, die unterschiedliche künstlerische und historische Themen aufgreifen. Besucher können sich auf neue Projekte freuen, die ebenfalls einen Fokus auf die regionale Geschichte und deren Gegenwartsbezüge legen. Die Veranstaltungsreihe wird durch begleitende Angebote wie Lesungen und Performances ergänzt, um unterschiedliche Zugänge zur Kultur zu ermöglichen.

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