Rentenstudie zeigt Defizite in 26 von 30 Ländern

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Berlin. Eine aktuelle Analyse von DataPulse Research zeigt, dass die staatliche Rente Ruhestand vieler Europäer oft nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten älterer Menschen zu decken. In 26 von 30 untersuchten Ländern ist die Rentenzahlung vor Steuern niedriger als die durchschnittlichen Ausgaben.

Staatliche Rente Defizite

Die Studie von DataPulse Research vergleicht Rentenhöhen und Ausgabenniveaus in ganz Europa. In nur vier Ländern – Spanien, Polen, Tschechien und Rumänien – liegt die staatliche Rente über den typischen Kosten von Menschen über 60 Jahren. In Kroatien, Slowenien und Norwegen beträgt die Differenz zwischen staatlicher Unterstützung und tatsächlichen Lebenshaltungskosten mehr als ein Drittel.

Unterschiedlicher Verbrauch in Europa

Die Analyse zeigt große Unterschiede im Lebensstandard älterer Menschen. Ein Rentner in Luxemburg gibt im Durchschnitt jährlich über 52.000 Euro aus, in Bulgarien und Rumänien sind es lediglich rund 4.500 Euro. In Deutschland, Frankreich und Italien bewegen sich die Lebenshaltungskosten zwischen 24.000 und 29.000 Euro.

Das Renten-Paradoxon

Trotz häufig unzureichender staatlicher Renten führt dies nicht unbedingt zu Altersarmut. Länder wie Norwegen und Luxemburg haben durch private Vorsorge, betriebliche Altersversorgung und hohe Wohneigentumsquoten ein stabiles Drei-Säulen-System. In Süd- und Osteuropa hingegen ist die staatliche Rente oft die einzige finanzielle Absicherung gegen Armut im Alter.

„Ein gesicherter Ruhestand erfordert heute eine individuelle Strategie statt auf den Vollkasko-Staat zu setzen“, heißt es in der Studie. Ein interaktiver Ruhestands-Rechner von DataPulse Research ermöglicht es Nutzern, unterschiedliche Szenarien durchzuspielen, etwa den Einfluss der Wohnsituation oder eines Umzugs in wirtschaftlich günstigere Regionen.

  • Staatliche Rente deckt in 26 von 30 Ländern nicht die durchschnittlichen Kosten im Ruhestand.
  • Nur Spanien, Polen, Tschechien und Rumänien schneiden besser ab.
  • Extreme Ausgabenunterschiede zwischen Luxemburg (über 52.000 Euro/Jahr) und Bulgarien (rund 4.500 Euro/Jahr).

Weitere Informationen und den vollständigen Studienbericht finden Interessierte bei DataPulse Research hier.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und praktische Folgen für Bürger

Für Deutschland bedeutet die Studie, dass viele Rentner auf zusätzliche finanzielle Quellen angewiesen sein werden, um ihren Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Die Versorgungslücke legt nahe, private und betriebliche Altersvorsorge weiterhin zu fördern und individuell zu planen. Bürger sollten sich frühzeitig über ihre persönliche Vorsorgestrategie informieren, um finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Die Studie stellt eine wichtige Grundlage für die Diskussion um die Zukunft der Rentensysteme dar. Verantwortliche aus Politik und Sozialwesen können die Ergebnisse nutzen, um mögliche Reformen anzustoßen. Der interaktive Ruhestands-Rechner bietet dabei ein praktisches Werkzeug zur individuellen Planung.

Mehr zum Thema Rente und Altersvorsorge finden Sie auf regionalupdate.de hier. Offizielle Informationen zum Thema Rentenversicherung bietet die Deutsche Rentenversicherung unter rentenversicherung.de.


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