Josef Schuster betont Bildung gegen Antisemitismus

Berlin. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hebt die zentrale Rolle der Bildung gegen Antisemitismus hervor. Bei der Gedenkstunde zum 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz betonte er, dass Bildung das wichtigste Mittel im Kampf gegen diese Form von Hass ist.

Bildung wirksam schützen

Schuster sieht die Schulen in der Verantwortung, ihren Bildungsauftrag ernst zu nehmen. Er sagte: „Es gibt drei Dinge: Bildung, Bildung und nochmal Bildung.“ Besonders wichtig sei es, dass diese Themen unterrichtet werden, bevor die Zeitzeugen, die aus erster Hand von den Gräueltaten der Shoa berichten können, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bedeutung der Zeitzeugen und Folge-Generationen

Die Zeitzeugen ermöglichen einen authentischen Zugang zur Geschichte. Schuster wies darauf hin, dass die Zweitzeugen, also Angehörige der nachfolgenden Generationen, die Erzählungen weitergeben, ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. So könne verhindert werden, dass die Erinnerung an die Shoa verblasst.

Rolle der sozialen Medien

Soziale Medien wie TikTok könnten helfen, Geschichte zu vermitteln, so Schuster. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass solche Plattformen nicht von falschen Informationen oder Geschichtsverfälschungen missbraucht werden. Er forderte stärkere Kontrollen, um die Verbreitung unwahrer Aussagen zu verhindern.

„Es kann nicht sein, dass ganz unkontrolliert hier Messages, Informationen weitergetragen werden, die jeglicher Grundlage entbehren und Geschichte um 180 Grad wenden und ändern wollen“, sagte Josef Schuster.

  • Bildung an Schulen als Schlüssel zum Antisemitismusbekämpfung
  • Zeitzeugen und ihre Nachkommen als wichtige Informationsquellen
  • Soziale Medien als Chance und Risiko zugleich

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bildung gegen Antisemitismus: Bedeutung für die Region und Ausblick

Regional betrachtet sind Schulen und Bildungseinrichtungen aufgerufen, das Thema Antisemitismus verstärkt in den Lehrplan zu integrieren. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass sie sich auf fundierte Bildungsangebote verlassen können, die eine Auseinandersetzung mit der Geschichte sowie aktuellen Formen antisemitischer Einstellungen fördern. Um den kontinuierlichen Erhalt des historischen Bewusstseins zu sichern, werden weitere schulische Programme und öffentliche Informationsangebote geplant.

Mehr zum Thema Antisemitismus finden Sie bei regionalupdate.de und ausführliche Informationen zur Shoa bietet die Bundeszentrale für politische Bildung unter bpb.de.

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