Berlin. Die AOK hat ein Pilotprojekt zur europaeischen patientenkurzakte einführung begleitet, das die Nutzung einer elektronischen Patientenkurzakte über Ländergrenzen hinweg erprobt hat. Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzten in der EU bei akuten Erkrankungen oder Notfällen schnellen Zugriff auf wichtige medizinische Daten zu ermöglichen.
Jetzt digitale Akte nutzen – Wie die europaeische patientenkurzakte einführung funktioniert
Das Pilotprojekt der AOK connect, der Einheit für digitale Lösungen der AOK-Gemeinschaft, lief von August bis Dezember 2025. In dieser Zeit wurde die Patientenkurzakte technisch getestet und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Insbesondere standen die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer im Fokus: Versicherte und medizinisches Personal wurden befragt und in Workshops einbezogen. Dabei zeigten sich klare Anforderungen an die spätere Anwendung.
Nutzerorientierte Entwicklung und Praxisrelevanz
Die Akte soll vor allem Menschen auf Reisen und deren behandelnden Ärztinnen und Ärzten im EU-Ausland helfen. Wichtig ist ein schneller und unkomplizierter Zugriff auf zentrale Informationen zu Diagnosen, Medikamenten und Allergien. Um die Nutzung zu erleichtern, wird es eine Übersetzung der Inhalte geben und die Daten können über einen EU-Zugriffscode freigegeben werden, der aus der nationalen elektronischen Patientenakte erzeugt wird.
Technische Kompatibilität als Schlüssel
Ein entscheidender Fokus lag auf der Kompatibilität zum National Contact Point for eHealth (NCPeH), der als Schnittstelle zur europäischen Telematikinfrastruktur dient. Durch diese Verbindung können medizinische Informationen und elektronische Verschreibungen künftig sicher in der gesamten EU bereitgestellt werden. Dies verbessert nicht nur die Versorgung von Reisenden, sondern auch die Behandlung von Versicherten, die sich grenzüberschreitend bewegen.
„Medizinische Behandlungen finden heute längst jenseits nationaler Grenzen statt“, erklärte Kornell Adolph, Geschäftsführer von AOK connect. „Die europäische Patientenkurzakte wird dem Apotheker notwendige medizinische Informationen und verordnete Medikamente anzeigen.“
Beispielhafte Alltagssituationen wurden frühzeitig berücksichtigt, um die Akte praxisnah zu entwickeln.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung der europäischen Patientenkurzakte für die Gesundheitsversorgung
Für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, inklusive der AOK-Versicherten, bedeutet die Einführung der europäischen Patientenkurzakte ab 2029 eine verbesserte medizinische Versorgung bei Auslandsaufenthalten. Notfälle, akute Erkrankungen oder die Behandlung chronischer Krankheiten können so grenzüberschreitend sicherer und schneller erfolgen. Die AOK arbeitet weiterhin eng mit der gematik und weiteren Partnern an der Umsetzung und Erweiterung der digitalen Infrastruktur.
Auf regionalupdate.de finden Interessierte weitere Informationen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Zusätzliche Details zum Pilotprojekt und der rechtlichen Grundlage der elektronischen Patientenakte sind auf den offiziellen Seiten des Bundesgesundheitsministeriums verfügbar: Informationsseite zur elektronischen Patientenakte.
Die AOK plant, nach den Erkenntnissen des Piloten weitere digitale Angebote zu verbessern und die Nutzung der elektronischen Patientenkurzakte für ihre Versicherten zügig umzusetzen.
Quellen:
- AOK-Bundesverband Pressemitteilung: Link zur Pressemitteilung
- Bundesgesundheitsministerium
Dieser Artikel behandelt die europaeische patientenkurzakte einführung und zeigt auf, wie die Digitalisierung die Gesundheitsversorgung in Deutschland und der EU verbessert.
