Milliarden futsch! Nikotin Pouches: Legalisieren, regulieren, besteuern statt Graumarkt

Milliardenverlust durch illegale Nikotin Pouches

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Berlin. In Deutschland nutzen bereits rund 1,5 Millionen Menschen tabakfreie Nikotin Pouches. Da diese Produkte jedoch nicht legal verkauft werden dürfen, erfolgt der Handel über den Graumarkt. Die Forderung, nikotin pouches legalisieren steuer zu unterwerfen, gewinnt vor diesem Hintergrund an Bedeutung.

Steuermillionen sichern: Warum Deutschland Nikotin Pouches legalisieren und besteuern sollte

Die aktuelle Studie des Consumer Choice Center zeigt, dass Deutschland durch den Schwarzmarkt für Nikotin Pouches erhebliche Steuereinnahmen verliert. Für das Jahr 2026 könnten dem Staat Einnahmen in Höhe von 311 bis 368 Millionen Euro entgehen. Diese Zahl steigt bis 2029 auf rund 754 bis 894 Millionen Euro jährlich. Insgesamt summieren sich die kumulierten Verluste für die Jahre 2027 bis 2029 auf etwa 1,85 bis 2,2 Milliarden Euro.

Zahlen und mögliche Einsätze der Steuereinnahmen

  • Im Jahr 2027 könnten zwischen 466 und 552 Millionen Euro an Steuern eingenommen werden.
  • Das entspricht etwa 31 bis 37 Prozent des jährlichen Bundeszuschusses zum Deutschlandticket, der bei 1,5 Milliarden Euro liegt.
  • Alternativ könnten mit diesem Betrag zwischen 20 und 90 Kilometern Autobahn neu gebaut oder ausgebaut werden, abhängig von Gelände und Aufwand.

„Deutschland schaut beim Graumarkt zu – und lässt Milliarden liegen. Das ist komplett absurd“, sagte Fred Roeder, Co-Autor der Analyse.

Rückgang des Zigarettenkonsums und Wachstumsmarkt Alternativprodukte

Der Tabakkonsum nimmt in Deutschland seit Jahren ab. 2025 wurden rund 66,4 Milliarden Zigaretten versteuert, was einen deutlichen Rückgang gegenüber 1991 (146,5 Milliarden) bedeutet. Pro Kopf entspricht das 795 Zigaretten im Jahr 2025 statt 1.831 im Jahr 1991. Parallel dazu wächst der Markt alternativer Produkte: 2025 wurden 1,5 Millionen Liter Liquids für E-Zigaretten versteuert, ein Anstieg von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Beispiel für eine relevante Maßnahme:

  • Legalisierung und Zulassung mit Produktmeldung und Marktüberwachung,
  • strenger Jugendschutz mit Altersverifikation und Verkaufsverbote unter 18 Jahren,
  • Begrenzung der Nikotinstärke sowie angemessene Besteuerung.

„Wer Jugendschutz ernst meint, muss den Markt aus der Schattenzone holen: legalisieren, regulieren, besteuern“, ergänzte Bill Wirtz, Co-Autor.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Fazit zur Legalisierung von Nikotin Pouches

Die Diskussion um die Frage, nikotin pouches legalisieren steuer zu unterwerfen, wird vor allem vor dem Hintergrund knapper Staatskassen und des Jugendschutzes wichtig. Für Deutschland bieten sich Chancen, durch eine regulierte Freigabe die Kontrolle über den Markt zurückzugewinnen, den Jugendschutz wirksamer durchzusetzen und erhebliche Steuereinnahmen zu erzielen. Die vorgestellte Studie empfiehlt einen klaren Rechtsrahmen, der sowohl die Legalisierung als auch Steuerregulierungen und Jugendschutzmaßnahmen umfasst. Für Verbraucherinnen und Verbraucher könnten dadurch sichere Produkte und geregelte Marktbedingungen entstehen.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Webseite des Consumer Choice Center sowie in der Studie selbst (https://consumerchoicecenter.org/wp-content/uploads/2026/01/NPTC_DE.pdf). Mehr regionale Nachrichten zum Thema finden Sie auf regionalupdate.de.

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