Apothekerinnen und Apotheker können bei vielen Kinderkrankheiten mit rezeptfreien Arzneimitteln weiterhelfen und wissen genau, wann Kinder lieber zum Kinderarzt sollten. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/15266 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Krankes Kind: Wann Arzt oder Apotheke?

Düsseldorf. Ein krankes Kind in der Apotheke stellt viele Eltern vor Fragen zur richtigen Behandlung und zum weiteren Vorgehen. Die Apothekerkammer Nordrhein gibt wichtige Hinweise, wann leichte Erkrankungen zu Hause behandelt werden können und wann eine Vorstellung beim Arzt oder Krankenhaus notwendig ist.

Kinder gesund versorgen: Wann Eltern mit einem kranken Kind die Apotheke aufsuchen sollten

Eltern wenden sich häufig zuerst an die lokale Apotheke, wenn ihr Kind krank ist. Das Apothekenteam berät dabei, in welchen Fällen rezeptfreie Arzneimittel ausreichend sind und wann eine weiterführende ärztliche Behandlung erforderlich wird. „Die Entscheidung orientiert sich weniger am Fieberwert allein als am Allgemeinzustand des Kindes“, erläutert Kathrin Luboldt, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Nordrhein. Besonders bei Neugeborenen bis drei Monate gilt eine Temperatur von 37,8 Grad Celsius bereits als hohes Fieber mit dringender Empfehlung zum Arztbesuch oder Krankenhaus.

Hinweise zum Umgang mit Fieber

Fieber ist bei Kindern eine häufige Begleiterscheinung vieler Krankheitserreger. Solange das Kind trotz erhöhter Temperatur ausgeglichen wirkt und keine ernsthaften Begleitsymptome zeigt, können Eltern abwarten oder fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen verwenden. Im Gegensatz dazu sollten bei schweren Symptomen wie Schmerzen, starken Beeinträchtigungen, Acetongeruch, Lethargie, ungewöhnlicher Hautfarbe, anhaltendem Leiden trotz Medikamenten oder Krampfanfällen unmittelbar medizinische Einrichtungen aufgesucht werden.

Erkältungen und Atemwegssymptome

In der kalten Jahreszeit kommen bei Kindern häufig Erkältungen mit Husten und laufender Nase vor. Leichte Beschwerden werden zu Hause durch ausreichend Flüssigkeit, schleimlösende Mittel, Nasensprays oder Kochsalzinhalationen behandelt. Schwerwiegendere Anzeichen wie Stöhnen, Röcheln, ungewöhnliche Atemgeräusche, starker Husten, Bauchschmerzen oder Fieber erfordern eine ärztliche Abklärung. Bei blasser oder bläulicher Haut oder auffälligen Atembewegungen sollten Eltern schnell den Notarzt kontaktieren.

„Verfärbt sich die Haut gräulich oder bläulich, tritt Blässe auf oder kommt es zu Brustschmerzen, unbedingt den Notarzt oder Rettungsdienst rufen“, betont Luboldt.

Umgang mit Magen-Darm-Infekten

Durchfall bei Kindern führt, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern, zu einem schnellen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Warnzeichen für eine Dehydrierung sind Müdigkeit, Apathie, kühle Gliedmaßen sowie reduzierte Urinbildung. Die sogenannte Hautfaltentest-Methode, bei der die Hautfalte länger als zwei Sekunden stehen bleibt, ist ein weiteres Entscheidungskriterium. Elektrolytlösungen aus der Apotheke sind die Basis der Behandlung. Treten gleichzeitig Fieber, Erbrechen, Bauchschmerzen oder blutige Beimengungen im Stuhl auf, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Versorgung und Verfügbarkeit von Arzneimitteln

Die Apotheken vor Ort bemühen sich um eine flächendeckende Versorgung mit notwendigen Medikamenten für Kinderkrankheiten. Aufgrund von immer wieder auftretenden Lieferengpässen rät die Apothekerkammer Nordrhein Eltern, wichtige Arzneimittel für den Notfall vorzuhalten. Die Apothekenteams beraten bezogen auf die individuelle Hausapotheke und suchen bei Nichtverfügbarkeit nach Alternativen in umliegenden Apotheken.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schlussbetrachtung: Regionale Versorgung sicherstellen

In Nordrhein gewährleisten die Apotheken eine kompetente, wohnortnahe Versorgung, auch bei kranken Kindern. Die Beratung zur Medikamentenauswahl und der frühzeitige Hinweis auf kritische Symptome helfen Eltern, schnell und richtig zu reagieren. Durch die Empfehlungen der Apothekerkammer Nordrhein können Komplikationen vermieden und bei Bedarf rasch medizinische Hilfe organisiert werden. Die Kammer empfiehlt, sich in der Hausapotheke auf häufig benötigte Arzneimittel vorzubereiten und bei Unsicherheiten frühzeitig den Apothekenservice zu nutzen. Weitere Informationen zur korrekten Versorgung und Notfallhinweise finden Bürgerinnen und Bürger auf den Webseiten der Apothekerkammer Nordrhein und bei den offiziellen Gesundheitsportalen wie dem Bundesgesundheitsministerium.


Zum Thema „krankes Kind Apotheke“ bietet regionalupdate.de zusätzliche regionale Gesundheitsinformationen und praktische Ratgeber zur Versorgung in der Nähe.

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