Köln. Beim Abschluss des Synodalen Wegs, eines sechsjährigen Reformprozesses der katholischen Kirche in Deutschland, wird kein Kölner Bischof an der letzten Synodalversammlung teilnehmen. Wie aus Meldungen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hervorgeht, haben Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki und seine Weihbischöfe ihre Teilnahme an der vom 29. bis 31. Januar 2024 in Stuttgart stattfindenden Versammlung abgesagt.
Kein Kölner Bischof bei letzter Synodalversammlung
Der Synodale Weg wurde 2019 von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ins Leben gerufen. Er zielte darauf ab, Reformen in der katholischen Kirche voranzutreiben, insbesondere um Ursachen und Risikofaktoren sexuellen Missbrauchs zu bekämpfen. Die Versammlung in Stuttgart stellt den Abschluss dieses sechsjährigen Prozesses dar.
Die Entscheidung von Kardinal Woelki und seinen Weihbischöfen, nicht teilzunehmen, begründet das Erzbistum Köln nicht öffentlich. Woelki sagte dem Bistumsradio, seine Arbeit am Synodalen Weg sei mit den ursprünglich geplanten fünf Versammlungen abgeschlossen. Die im Laufe des Prozesses vereinbarte sechste Versammlung zur Evaluierung halte er nicht für mandatmäßig.
Reaktionen aus dem Erzbistum und der Kirche
Der Diözesanrat Köln, die Vertretung der Laien im Erzbistum, zeigte sich besorgt, bleibt aber im Gespräch mit dem Erzbischof. Dessen Vorsitzender Tim-O. Kurzbach und ein weiteres Vorstandsmitglied nehmen dennoch an der Versammlung teil. Die frühere ZdK-Vizepräsidentin Claudia Lücking-Michel bezeichnete die Entscheidung der Kölner Bischöfe als bedauerlich und unsolidarisch.
„Es braucht im Prozess ausdrücklich auch die kritischen Stimmen“, so Lücking-Michel.
„Es täte auch dem Erzbistum Köln gut, vernetzt zu sein, Impulse mitzunehmen und die Zukunft der Kirche in Deutschland aktiv mitzugestalten.“
Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf äußerte, ein Bischof solle nicht dauerhaft gegen die Gläubigen handeln. Er verwies darauf, dass die Synodalkonferenz auf nationale Ebene eingebunden werde und hierbei die Autorität der Bischöfe gewahrt bleiben solle. Woelki sieht hierin jedoch eine Gefahr für die Letztverantwortung eines Bischofs, die er als von Christus übertragen sieht.
Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller kritisierte Woelkis Skepsis als „strukturell häretisch“. Er betonte, dass ein Bischof ohne sein Volk keine tragfähige Position habe.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Synodaler Weg: Bedeutung für das Erzbistum Köln und die Katholiken vor Ort
Die Nichtbeteiligung der Kölner Bischöfe beim Abschluss des Synodalen Wegs hat sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene Auswirkungen. Für die katholischen Gläubigen in Köln bedeutet dies, dass ihre Bistumsleitung in der finalen Phase der Reformdebatte nicht direkt vertreten ist. Der Diözesanrat übernimmt dies stellvertretend und bleibt im Dialog mit der Leitung des Erzbistums.
In der Region wird weiterhin mit Blick auf die Umsetzung von Reformbeschlüssen und die Gestaltung der Zukunft der Kirche erwartet, wie das Erzbistum sich künftig positioniert. Weitere Initiativen und Gespräche rund um den Synodalen Weg sind geplant, um die Anliegen der Gläubigen und Laien einzubinden. Einen aktuellen Überblick zur katholischen Kirche in Köln und weitere regionale kirchliche Themen finden Interessierte auf regionalupdate.de. Informationen zum Synodalen Weg und den Beschlüssen sind zudem auf der offiziellen Seite der Deutschen Bischofskonferenz verfügbar unter dbk.de.
Artikel basierend auf Informationen des Kölner Stadt-Anzeiger
Bericht auf ksta.de
H2: Kein Kölner Bischof bei Abschluss des Synodalen Wegs
Überleitungssatz:
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss:
Die Absage der Kölner Bischöfe zur letzten Synodalversammlung unterstreicht eine innerkirchliche Diskussion über die Umsetzung von Reformen und die Rolle der Bistumsleitung. Für die Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Köln besteht nun die Herausforderung, die Interessen ihrer Gemeinde ohne direkte Bischofsvertretung auf der nationalen Bühne weiter zu vertreten. Gleichzeitig signalisiert die Teilnahme von Laienvertretern und anderen Akteuren im Synodalen Weg eine fortlaufende Auseinandersetzung mit den Themen Machtverteilung, Sexualmoral und Zukunft der Kirche. Die Entwicklungen bleiben für die Region weiterhin relevant, wobei Bürgerinnen und Bürger auf zukünftige Gespräche und Informationsangebote achten können.
