Kommunen zwischen Digitalisierungsplänen und KI-Risiken / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/181949 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Studie zeigt Digitalisierungs- und KI-Risiken in Kommunen

Bayern. Kommunale KI Risiken stellen derzeit eine große Herausforderung für viele bayerische Verwaltungen dar. Die aktuelle Yorizon-Studie 2025 zeigt, dass nur wenige kommunale Entscheidungsträger gut auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz vorbereitet sind.

KI Risiken verstehen

Aktueller Stand der KI-Nutzung in bayerischen Kommunen

Die Untersuchung der Yorizon-Studie 2025 zeigt, dass lediglich 8,1 % der befragten kommunalen Entscheider in Bayern sich gut auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) vorbereitet sehen. Bundesweit liegt dieser Wert bei 9,1 %. Gleichzeitig nutzen rund 36,3 % der bayerischen Verwaltungen KI bereits oder planen deren Einsatz. Dabei besteht jedoch häufig ein Mangel an fundiertem Wissen über sichere Anwendungsmöglichkeiten, was erhebliche rechtliche Risiken mit sich bringt.

„Fehlt fundiertes Wissen, wie und wofür welche KI-Anwendungen auf sichere Weise eingesetzt werden können, stehen kommunale Verwaltungen vor erheblichen rechtlichen Risiken“, erklärte Andreas Schweinar, Co-CEO von Yorizon.

Fehlende Fachkompetenz und Datenschutz als zentrale Herausforderungen

Die wichtigsten Hindernisse bei der KI-Nutzung sehen die bayerischen Kommunen vor allem in fehlender Fachkompetenz (35,4 %) und Datenschutzrisiken (32,2 %). Weitere häufig genannte Risiken sind fehlerhafte Automatisierung (31,5 %) sowie mangelnde Transparenz (31,2 %). Aspekte wie fehlende Standardisierung (15,3 %) oder Diskriminierungsgefahr (11,9 %) werden seltener als Risiken bewertet, obwohl auch sie wichtige rechtliche Fragen berühren. Die Studie weist zudem darauf hin, dass viele Kommunen beim technischen Hintergrundwissen Defizite aufweisen, was die Implementierung sicherer KI-Umgebungen erschwert.

  • Fehlende Fachkompetenz gilt als größtes Hindernis
  • Datenschutz ist ein zentrales Risiko
  • Implementierungsaufwand wird oft unterschätzt

Cyber-Sicherheitsstrategien in bayerischen Kommunen

Auch im Bereich Cyber-Sicherheit sind die Kommunen teilweise unzureichend aufgestellt. Nur 29,6 % der Befragten aus Bayern gaben an, eine Strategie zur Abwehr von Cyber-Angriffen zu verfolgen. Ein Viertel hat keine derartige Strategie, und etwa 44 % wissen nicht, ob eine solche Strategie existiert. Damit liegt Bayern leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Zwar sehen 40,2 % der bayerischen Kommunalvertreter Digitalisierung und Nachhaltigkeit als gut vereinbar an, bei der Verbindung von KI und Nachhaltigkeitszielen sind es 34,8 %. Dies ist knapp acht Prozent mehr als im bundesweiten Durchschnitt. Bei der Nutzung von Cloud-Technologien in Zusammenhang mit Nachhaltigkeitszielen besteht dagegen noch zurückhaltende Zustimmung.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Kommunale KI Risiken: Bedeutung für bayerische Kommunen

Die Ergebnisse der Yorizon-Studie verdeutlichen den aktuellen Handlungsbedarf in bayerischen Kommunen. Für Bürgerinnen und Bürger ist von Bedeutung, dass Verwaltungen einerseits KI nutzen wollen, um digitale Prozesse zu verbessern, andererseits aber noch nicht ausreichend für eine sichere und rechtlich einwandfreie Anwendung gerüstet sind. Zusätzlich erfordert die Lage eine stärkere Fokussierung auf Cyber-Sicherheitsstrategien und Weiterbildung von Fachpersonal.

Die Studie empfiehlt Kommunen, klare KI-Nutzungsregelungen zu etablieren und private, geschützte KI-Infrastrukturen aufzubauen. In der Praxis sind daher künftig vermehrt kommunale Initiativen zu erwarten, die nachhaltige und souveräne Digitalisierung vorantreiben möchten.

Weiterführende Informationen zur Yorizon-Studie finden Sie auf regionalupdate.de sowie direkt bei Yorizon. Zum Thema KI-Sicherheit bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik umfassende Leitfäden an: bsi-fuer-ki.

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