Jane Enny van Lambalgen

Freihandelszone mit Indien kostet bis zu drei Millionen Industriearbeitsplätze in Deutschland

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Frankfurt. Die freihandelszone indien arbeitsplaetze hat nach Einschätzung von Jane Enny van Lambalgen, CEO der Beratungsfirma Planet Industrial Excellence, deutliche Auswirkungen auf die deutsche Industrie. Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien könnte bis zu drei Millionen Industriearbeitsplätze in Deutschland kosten, da viele mittelständische Unternehmen die Produktion nach Indien verlagern.

Freihandel kostet Jobs

Ursachen der Produktionsverlagerung nach Indien

Die Industrie in Deutschland steht unter großem Kostendruck, der sich durch das neue Abkommen mit Indien weiter verschärft. Laut Jane Enny van Lambalgen können Unternehmen dank der freihandelszone indien arbeitsplaetze kosteneffizienter produzieren. Die Produktionskosten in Indien liegen bei weniger als der Hälfte der deutschen Fertigungskosten. Ein wesentlicher Faktor sind die niedrigeren Löhne; die Arbeitskosten in Indien betragen etwa 25 bis 30 Prozent des deutschen Lohnniveaus.

„Der industrielle Mittelstand ist im Grunde gezwungen, seine Produktion nach Indien zu verlagern, um im Kostenwettbewerb mithalten zu können“, erklärte die Expertin.

Für viele Firmen bestehe daher die Alternative, entweder in Deutschland zu verbleiben und damit wirtschaftlich unter Druck zu geraten oder die Produktion auszulagern, um das Unternehmen zu sichern.

Bedeutung der Dienstleistungsarbeitsplätze in Deutschland

Obwohl die Produktionsstätten nach Indien verlagert werden, verbleiben laut van Lambalgen in der Regel Hauptsitz, Verwaltung, Marketing und Vertrieb in Deutschland. Dies schützt jedoch lediglich etwa 40 Prozent der Arbeitsplätze. Die Mehrzahl der Beschäftigten – rund 60 Prozent – sind in der Produktion tätig, die durch die Verlagerungen zurückgeht. Die Folge sei eine direkte Gefährdung von bis zu drei Millionen Industriearbeitsplätzen beim Mittelstand.

Indien als Alternative zu anderen Niedriglohnmärkten

Schon in den vergangenen Jahren haben viele deutsche Unternehmen Produktionsteile nach China ausgelagert. Die wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA führten jedoch dazu, dass viele Unternehmen nach Alternativen suchen. Das neue Freihandelsabkommen mit Indien wird von vielen als diese Option gesehen.

Nach Aussage der Expertin ist Indien nicht nur für Massenfertigungen attraktiv, sondern auch für kleine Produktionsmengen und den Sondermaschinenbau. Die dort verfügbaren Fachkräfte könnten mit deutschem Know-how mithalten.

Zukunftsperspektiven für deutsche Industriearbeitsplätze

Derzeit werden Industriearbeitsplätze in Deutschland noch durch technologische Führungspositionen und innovatives Engineering geschützt. Auch die langsame Entwicklung neuer Technologien in Indien verzögert die Abwanderung. Allerdings investiert Indien massiv in die Modernisierung seiner Industrie und will sich unabhängiger von Importen bei Rohstoffen und Vorprodukten wie Halbleitern machen.

Langfristig könne die Zukunft für deutsche Industriearbeitsplätze nur durch Spitzenleistungen und gut ausgebildete Fachkräfte gesichert werden, so die Einschätzung von Jane Enny van Lambalgen.


Perspektiven der Industrie nach der Freihandelszone Indien Arbeitsplätze

Die nächsten Jahre werden zeigen, wie stark die Freihandelszone Indien Arbeitsplätze in Deutschland verändern wird. Unternehmen werden kostenseitig gezwungen sein, ihre Produktionsstrukturen anzupassen. Für betroffene Arbeitnehmer und die Politik bedeutet dies eine herausfordernde Phase mit erforderlichen Maßnahmen zur Fachkräfteentwicklung und technologischen Innovation.

Interessierte Leser finden weitere Analysen und Hintergrundberichte zum Thema Industrie und Arbeitsmarkt auf regionalupdate.de. Ausführliche Informationen zum Freihandelsabkommen stellt die Europäische Kommission unter ec.europa.eu bereit.

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