Berlin. Die neue Nationale Tourismusstrategie setzt klare Impulse für die Systemgastronomie in Deutschland. Der Bundesverband der Systemgastronomie e. V. (BdS) begrüßt vor allem den Fokus auf Bürokratieabbau, moderne Arbeitszeitregelungen und die Sicherung von Fachkräften, die die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärken sollen.
Impuls für Systemgastronomie: Ziele der Nationalen Tourismusstrategie Systemgastronomie
Die Nationale Tourismusstrategie Systemgastronomie stellt die Bedeutung der Systemgastronomie als wesentlichen Wirtschaftsfaktor heraus. Mitglieder des BdS planen Investitionen von über drei Milliarden Euro und wollen mehr als 600 neue Restaurants eröffnen. Dies soll über 26.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Der BdS hebt hervor, dass die Branche bereits heute rund 120.000 Mitarbeitende sowie 2.000 Auszubildende beschäftigt und vielfältige Chancen für die berufliche Entwicklung bietet.
Die Rolle der Systemgastronomie in der touristischen Wertschöpfung
Die Systemgastronomie ist ein fester Bestandteil der touristischen Infrastruktur in Deutschland. Die Betriebe sind häufig lokal verwurzelt und tragen mit ihrer Innovationskraft sowie verlässlichen Qualitätsstandards zur Attraktivität von Städten und Gemeinden bei. Dabei übernehmen Franchisenehmer unternehmerische Verantwortung und stärken die regionale Wirtschaft.
Bürokratieabbau und flexible Arbeitszeitmodelle als Kernpunkte
Ein zentrales Anliegen der Systemgastronomie ist der Abbau bürokratischer Hürden. Die Strategie strebt praxisnahe und digitale Verfahren an, um den Verwaltungsaufwand für mittelständisch geprägte Betriebe zu reduzieren. Zugleich sollen zeitgemäße Arbeitszeitregelungen eingeführt werden, etwa der Wechsel von einer täglichen zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Dies soll Beschäftigten mehr Flexibilität und Selbstbestimmung ermöglichen.
„Die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ermöglicht Beschäftigten und Betrieben eine individuelle und flexible Einteilung der Arbeitszeit. Das schafft mehr Selbstbestimmung für die Beschäftigten und stärkt moderne Arbeitsplätze“, sagte BdS-Hauptgeschäftsführer Markus Suchert.
Fachkräftesicherung durch Ausbildung und Zuwanderung
Die Strategie fokussiert auf die Sicherung von Fachkräften durch die Stärkung der dualen Ausbildung und den Ausbau modularer Weiterbildungen. Zusätzlich sollen Einwanderungsverfahren beschleunigt und vereinfacht werden. Instrumente wie eine „Work-and-Stay-Agentur“ sollen qualifizierte Fachkräfte schneller in die Branche bringen. Der BdS betont, dass bürokratische Hürden, die sich regional unterscheiden, weiter abgebaut werden müssen.
Weitere Informationen zur Tourismusstrategie finden Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter BMWK – Nationale Tourismusstrategie.
Umsetzung der Nationalen Tourismusstrategie Systemgastronomie: Ausblick und Schritte
Die Wirksamkeit der Nationalen Tourismusstrategie Systemgastronomie hängt entscheidend von einer zügigen, praxisnahen und verlässlichen Umsetzung der Maßnahmen ab. Der BdS signalisiert Bereitschaft, nachhaltig zu investieren und die Systemgastronomie als innovativen und beschäftigungsstarken Partner im Tourismus weiterzuentwickeln.
Auf regionalupdate.de informieren wir fortlaufend über Entwicklungen in der Gastronomie und der Tourismusbranche in Deutschland.
- Investitionen von über 3 Milliarden Euro geplant
- Über 600 neue systemgastronomische Betriebe in Planung
- Mehr als 26.000 neue Arbeitsplätze durch Wachstum der Branche
„Jetzt kommt es darauf an, dass den richtigen Zielen auch konkrete Schritte folgen. Die Systemgastronomie ist bereit, ihren Beitrag zu leisten – als innovativer, beschäftigungsstarker und verlässlicher Partner im Tourismus“, sagte Markus Suchert.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Maßnahmen zur Bürokratieerleichterung, Arbeitsflexibilisierung und Fachkräftesicherung in der Praxis bewähren.
Weitere Artikel zur Gastronomiebranche auf regionalupdate.de