Im Rahmen eines feierlichen Appells werden der Panzerbrigade 45 "Litauen" zwei Kampftruppenbataillone - das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach und das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf unterstellt. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/127975 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Panzerbrigade 45 „Litauen“ erhält zwei Bataillone

Veitshöchheim. Die Panzerbrigade 45 Litauen hat am 29. Januar 2026 zwei weitere Kampftruppenbataillone unter ihrer Führung vereint: das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf und das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach. Die Brigade wird damit bei vollständiger Aufstellung in Kürze über drei Manöverelemente verfügen.

Brigade wächst weiter – Panzerbrigade 45 Litauen auf dem Weg zur Einsatzbereitschaft

Die offiziellen Unterstellungen fanden beim feierlichen Appell in der Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim statt. Dort übergaben die Brigadekommandeure der Panzerlehrbrigade 9 aus Munster und der Panzerbrigade 12 aus Cham ihre Bataillone an Brigadegeneral Christoph Huber, den Kommandeur der Panzerbrigade 45 Litauen. Damit wurde ein weiterer Schritt zur Steigerung der Einsatzfähigkeit der Brigade gemacht, die der 10. Panzerdivision mit Sitz in Veitshöchheim untersteht.

Parallel ist geplant, in der kommenden Woche das von Deutschland geführte multinationale Battlegroup aus Rukla in Litauen in die Brigade zu integrieren. So entsteht eine schlagkräftige Einheit, die für NATO-Operationen an der Ostflanke gerüstet ist. Die beiden Bataillone bleiben vorerst in ihren deutschen Standorten, werden aber regelmäßig für Übungen und Ausbildungen nach Litauen entsandt. Ein dauerhafter Standortwechsel ist für 2027 vorgesehen, sobald die notwendige Infrastruktur vor Ort bereitsteht.

Bedeutung für die Bundeswehr und NATO

Generalmajor Jörg See, Kommandeur der 10. Panzerdivision, hob in seiner Ansprache die Werte von Pflichtbewusstsein, Einsatzbereitschaft und Verantwortung hervor, die die Soldatinnen und Soldaten der Brigade auszeichnen. Zudem wies General a.D. Erhard Bühler, ehemaliger Kommandeur der 10. Panzerdivision, in seiner Rede auf die Übungs- und Einsatzerfahrung der Bataillone hin, insbesondere im litauischen Einsatzgebiet.

Die dauerhafte Stationierung der Brigade in Litauen ist Teil des Ausbaus des deutschen militärischen Engagements an der NATO-Ostflanke. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hatte bereits 2023 die Entscheidung getroffen, eine Brigade dauerhaft in Litauen zu stationieren, um den Schutz des Bündnisses zu stärken und größere Verantwortung zu übernehmen.

Ausbau der Personalstärke und Infrastruktur

Bis zum Jahr 2027 soll die Panzerbrigade 45 Litauen auf rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeitende anwachsen. Der Aufbau der Führungs- und Übungsfähigkeit durch den neu aufgestellten Brigadestab war ein Meilenstein im Mai 2025 bei der offiziellen Aufstellung in Vilnius. Die Infrastruktur vor Ort wird derzeit angepasst, um dann den dauerhaften Verbleib der Einheiten sicherzustellen.

  • Panzerbataillon 203 (Augustdorf) und Panzergrenadierbataillon 122 (Oberviechtach) unterstellen
  • Multinationale Battlegroup aus Rukla (Litauen) folgt in Kürze
  • Geplanter Umzug der Bataillone nach Litauen 2027
  • Ziel: Einsatzbereitschaft an der NATO-Ostflanke erhöhen

„Sie alle stehen für Werte, die unserer Bundeswehr ausmachen: Pflichtbewusstsein, Einsatzbereitschaft und vor allem Verantwortung für Frieden und Sicherheit, in Deutschland, in Europa, an der NATO-Ostflanke“, sagte Generalmajor Jörg See.

„Beide Bataillone sind übungs- und einsatzerfahren. Sie haben Erfahrungen auch in temporären, teils mehrmonatigen Einsätzen in Litauen. Sie sind heute schon gut und werden in kurzer Zeit noch besser und umfassender ausgerüstet sein“, ergänzte General a.D. Erhard Bühler.

Mehr Informationen zur Bundeswehr und ihren Standorten bietet regionalupdate.de. Detaillierte Hintergründe zum Auftrag der NATO an der Ostflanke finden sich beim Bundesministerium der Verteidigung.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Panzerbrigade 45 Litauen: Bedeutung für Veitshöchheim und die Region

Die Führung der Panzerbrigade 45 Litauen befindet sich in Veitshöchheim, was der Region eine wichtige Rolle innerhalb der Bundeswehr und NATO sichert. Mit dem Ausbau der Brigade wächst auch die militärische Präsenz und die damit verbundene Infrastruktur am Standort.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies unter anderem vermehrte Aktivitäten an der Kaserne, eine stärkere wirtschaftliche Bedeutung durch Beschäftigungsmöglichkeiten und Zulieferungen sowie eine enge Verzahnung von regionaler Wirtschaft und Bundeswehr.

Die geplante dauerhafte Stationierung in Litauen bringt zudem regelmäßige Einsätze und Ausbildungsmaßnahmen mit sich, die die Erfahrungen und die Einsatzbereitschaft der Soldatinnen und Soldaten weiter erhöhen. Die Weiterentwicklung der Infrastruktur in Litauen wird eng verfolgt, um einen reibungslosen Übergang der Einheiten zu gewährleisten.

Verbindliche Termine für den Umzug der Bataillone nach Litauen sind für 2027 vorgesehen, vorbehaltlich der Fertigstellung aller notwendigen Infrastrukturmaßnahmen.


Artikel basierend auf einer Pressemitteilung des Presse- und Informationszentrums des Heeres, übermittelt durch news aktuell.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Threads
X

Weitere Artikel