Agentur für Arbeit

Arbeitslosigkeit steigt auf über 3 Millionen im Januar 2026

Nürnberg. Die Bundesagentur für Arbeit meldet für den Zeitraum Arbeitslosigkeit Januar 2026 einen signifikanten Anstieg der Arbeitslosenzahl auf über drei Millionen Personen. Damit setzt sich die saisonale Zunahme zu Jahresbeginn fort, begleitet von leicht steigender Arbeitslosenquote.

Arbeitsmarkt aktuell Januar: Entwicklungen bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigung

Die Arbeitslosenzahl ist im Januar 2026 saisonbedingt um 177.000 auf 3.085.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Zahl der Arbeitslosen um 92.000 höher, die Quote stieg um 0,2 Prozentpunkte. Die saisonbereinigten Daten zeigen zum Vormonat keine Veränderung in der Arbeitslosigkeit.

Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Neben der klassischen Arbeitslosigkeit berücksichtigt die Unterbeschäftigung auch Personen, die kurzfristig arbeitsunfähig sind oder Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nutzen. Diese Unterbeschäftigung ging saisonbereinigt leicht um 4.000 Personen zurück und liegt mit 3,705 Millionen um 8.000 unter dem Wert des Vorjahres. Die nach dem ILO-Konzept ermittelte Erwerbslosenquote lag im Dezember 2025 bei 3,6 Prozent.

Kurzarbeit und Beschäftigungszahlen

Die Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit betrafen im Januar 28.000 Personen. Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme liegen bis November 2025 vor: Dort erhielten 204.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld, was gegenüber dem Vormonat einen Anstieg um 6.000, gegenüber dem Vorjahr jedoch eine Abnahme um 61.000 bedeutet.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Dezember 2025 saisonbereinigt um 6.000 Personen leicht zurückgegangen. Im Jahresvergleich sank sie um 74.000 auf 46,04 Millionen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verringerte sich von Oktober auf November 2025 um 5.000, lag aber mit 35,21 Millionen Beschäftigten 17.000 unter dem Vorjahresniveau. Geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse nahmen ebenfalls leicht ab.

Arbeitskräftenachfrage und Ausbildungsmarkt

Im Januar 2026 wurden 598.000 Arbeitsstellen gemeldet, was einem Rückgang von 34.000 im Jahresvergleich entspricht. Der BA-Stellenindex sank um einen Punkt auf 100 Punkte und liegt fünf Punkte unter dem Vorjahresniveau.

Der Ausbildungsmarkt weist weiterhin eine ungleiche Entwicklung auf: Von Oktober 2025 bis Januar 2026 suchten 84.000 Bewerber eine Ausbildungsstelle, 12.000 mehr als im Vorjahr. Demgegenüber standen 64.000 gemeldete Ausbildungsplätze, 15.000 weniger als im Vorjahr. Im Januar waren 13.000 betriebliche Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

„Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten“, sagte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Details und aktuelle Zahlen finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit. Hintergrundinformationen zur Arbeitslosenversicherung und Unterstützung bietet zudem das Statistische Bundesamt.

Ausblick auf die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes

Die Bundesagentur für Arbeit beobachtet den Arbeitsmarkt weiterhin genau, da sich der Januar traditionell durch saisonale Schwankungen auszeichnet. Für die kommenden Monate wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet, sobald saisonale Effekte abnehmen und die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder steigt. Die nächsten Daten werden wichtige Hinweise auf die Nachhaltigkeit dieser Trends geben. Auf regionalupdate.de erhalten Sie laufend aktuelle Informationen zum Thema Arbeitsmarkt.

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