Berlin. Feuchtgebiete spielen eine entscheidende Rolle für den Artenschutz und das ökologische Gleichgewicht. Die Fokus-Keyphrase Feuchtgebiete Artenschutz Zoos beschreibt die wichtige Arbeit, die zoologische Einrichtungen leisten, um bedrohte Tierarten in diesen Lebensräumen zu erhalten.
Zoos retten Arten
Feuchtgebiete wie Moore, Flussauen und das Wattenmeer bieten vielfältige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und sind essenziell für den Erhalt der Biodiversität. Rund 40 Prozent der weltweiten Artenvielfalt sind in diesen Gebieten beheimatet. Doch weltweit sind in den letzten Jahrzehnten mehr als ein Drittel dieser Lebensräume verloren gegangen, was auch den Rückgang vieler Tierarten zur Folge hat.
Erhaltungszucht und Wiederansiedlung
Moderne Zoos wirken dem Artenrückgang entgegen, indem sie gezielte Erhaltungszuchtprogramme betreiben. Dabei werden bedrohte Arten wie die Europäische Sumpfschildkröte oder die Gelbbauchunke in kontrollierten Umgebungen vermehrt. Die Jungtiere werden anschließend in wiederhergestellten Feuchtgebieten ausgewildert. Dies gelingt insbesondere in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.
Schutzbedürftige Arten im Fokus
Auch der Große Brachvogel, ein Watvogel, der auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen ist, profitiert von zoologischen Maßnahmen zur Arterhaltung. Zudem engagieren sich Zoos international: So konnten Riesenotter in Argentinien nach Jahrzehnten der Abwesenheit wieder angesiedelt werden. Die Tiere wurden aus europäischen Zoos und einem amerikanischen Zoo eingeführt, und ihre Rückkehr in den Iberá-Nationalpark wird wissenschaftlich begleitet.
Blockquote:
„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, sagte Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ).
Bildung und Forschung als Bausteine
Neben der Nachzucht sind Bildung und Forschung weitere wichtige Säulen der Zoos. Besucher werden über die Bedeutung von Feuchtgebieten und die Bedrohung dieser Lebensräume informiert. Die EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“ unterstützt diese Aufklärung und sensibilisiert für die Erhaltung von Feuchtgebieten, die Lebensräume für Arten wie Flamingos bieten.
- Etwa 40 Prozent der weltweiten Artenvielfalt lebt in Feuchtgebieten
- Mehr als ein Drittel der Feuchtgebiete ist in 50 Jahren verloren gegangen
- Europäische Sumpfschildkröte und Gelbbauchunke werden in Zoos gezüchtet und ausgewildert
- Riesenotter wurden erfolgreich in Argentinien wieder ausgesiedelt
Beispielhafte Engagements wie diese zeigen den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Zoos und dem Schutz von Feuchtgebieten.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und zukünftige Entwicklungen
Der Erhalt von Feuchtgebieten hat direkte Auswirkungen auf die Umweltqualität und die Biodiversität in der Region Berlin und darüber hinaus. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies unter anderem verbesserten Hochwasserschutz und gesteigerte Wasserqualität. Zoos in der Region beteiligen sich aktiv an Zuchtprogrammen und unterstützen lokale Naturschutzprojekte.
Zukünftige Schritte umfassen die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Zoos, Umweltverbänden und Behörden, um bedrohte Arten gezielt zu schützen und Feuchtgebiete zu erhalten. Zudem wird die Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der „Wetlands for Life“-Kampagne weiter intensiviert.
Weitere Informationen zur Arbeit der Zoos und zum Thema Arten- und Naturschutz finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Webseite des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). Zum Ramsar-Übereinkommen und internationalem Feuchtgebietsschutz informiert die Website der Ramsar-Konvention.