Goslar. Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) hat wichtige Empfehlungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beschlossen. Unter dem Leitgedanken Vision Zero fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) nun Taten von Politik und Verwaltung im Bereich Verkehrssicherheit Deutsche Verkehrsgerichtstag.
Jetzt Taten umsetzen – Verkehrssicherheit Deutsche Verkehrsgerichtstag
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat konnte wesentliche Forderungen in die Beschlüsse des Verkehrsgerichtstags einbringen. Dazu zählen unter anderem hohe Qualitätsstandards bei der Führerscheinausbildung, die Einführung eines bundesweiten Referenzlehrplans sowie digitale Lernmethoden und der Einsatz von Fahrsimulatoren. Das Begleitete Fahren ab 17 soll erweitert und durch geeignete Maßnahmen unterstützt werden.
Ein weiterer Diskussionspunkt war das Thema alkoholisiertes Radfahren: Der Verkehrsgerichtstag sprach sich für die Einführung einer Ordnungswidrigkeit bei einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille aus. Zudem wird präventive Arbeit zu Alkohol im Straßenverkehr als entscheidend angesehen und benötigt mehr finanzielle Mittel auf Bundes- und Landesebene.
Verbesserung der Unfalldaten als Grundlage für Sicherheit
Eine aussagekräftigere Erfassung und Analyse von Unfalldaten wurde vom VGT ebenfalls beschlossen. Die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes soll detaillierter werden, unter anderem durch eine eigene Kategorie für potenziell lebensbedrohlich Verletzte. Dies soll die Grundlage für wirksamere Verkehrssicherheitsmaßnahmen schaffen.
Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer
Die Bekämpfung von Ablenkung durch Handynutzung im Straßenverkehr ist ein weiterer Schwerpunkt. Der VGT empfiehlt eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für den Einsatz von sogenannten Handy-Blitzern, wie sie in Rheinland-Pfalz erprobt werden. Zudem werden mehr Forschung und gezielte Aufklärungskampagnen gefordert, um Ablenkungsrisiken sichtbar zu machen und zu reduzieren.
„Der Verkehrsgerichtstag hat geliefert. Jetzt muss die Politik umsetzen. Worte retten keine Leben – nur entschlossene Maßnahmen tun das“, sagte Stefan Grieger, Hauptgeschäftsführer des DVR.
Weitere Informationen und Hintergründe zur Verkehrssicherheit sind auf regionalupdate.de verfügbar. Eine ausführliche Darstellung der Vorschläge des DVR finden Interessierte auch auf der Website des Deutschen Verkehrssicherheitsrats dvr.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Beschlüsse für die regionale Verkehrssicherheit
Die Ergebnisse des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstags sind auch für Goslar und die umliegende Region relevant. Die Umsetzung der Beschlüsse könnte die Straßen sicherer machen – durch qualitativ hochwertige Fahrausbildung, strengere Regeln für alkoholisiertes Radfahren und konsequentere Kontrollen gegen Ablenkung am Steuer. Bürgerinnen und Bürger profitieren dadurch von einem verantwortungsvolleren Umgang im Verkehr und einer höheren Schutzqualität.
Die nächsten Schritte liegen nun bei Bundesverkehrsminister Volker Wissing sowie den Landesregierungen, die laut DVR nun die empfohlenen Maßnahmen umsetzen müssen. Bis auf Bundesebene beschlossene Neuerungen, wie die Einführung bundeseinheitlicher Regelungen für den Handy-Einsatz hinter dem Steuer, können mittelfristig für mehr Verkehrssicherheit in Niedersachsen sorgen. Begleitende Präventionsprogramme und verbesserte Unfalldatenerhebungen sollen künftig eine gezieltere Arbeit im Bereich Straßenverkehrssicherheit ermöglichen.
Weitere Details zum Deutschen Verkehrssicherheitsrat und aktuelle Verkehrssicherheitsthemen sind auf regionalupdate.de verlinkt. So bleiben Bürgerinnen und Bürger informiert und können die Entwicklungen in der Verkehrspolitik nachvollziehen.