Inflationsrate in Niedersachsen im Januar 2026 bei 2,1 Prozent

Hannover. Die Inflationsrate in Niedersachsen lag im Januar 2026 bei 2,1 Prozent. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen sind insbesondere steigende Preise bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen die Hauptursachen für diese Entwicklung.

Inflationsrate in Niedersachsen

Entwicklung der Verbraucherpreise im Januar 2026

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg das Preisniveau in Niedersachsen um 2,1 Prozent und lag damit höher als im Dezember 2025, als die Inflationsrate 1,9 Prozent betrug. Gegenüber dem Vormonat blieb der Verbraucherpreisindex stabil, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilte.

Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Getränken

Die Preise in der Kategorie „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ erhöhten sich im Januar 2026 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Insbesondere alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 7,4 Prozent. Stark angestiegen sind unter anderem die Kosten für Obstkonserven (+28,4 Prozent), Kaffee (+23,0 Prozent), Schokolade (+19,1 Prozent) sowie Rind- und Kalbfleisch (+16,0 Prozent). Preise für Eier lagen ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (+13,3 Prozent).

Demgegenüber fielen die Preise für Speisefette und Speiseöle um 20,3 Prozent, wobei Butter mit 33,3 Prozent und Olivenöl mit 11,1 Prozent besonders günstig waren. Auch Kartoffeln, Milchprodukte sowie Vollmilch waren preiswerter als im Januar 2025.

Energiepreise weiterhin rückläufig

Die Energiepreise insgesamt lagen im Januar 2026 um durchschnittlich 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Haushaltsenergie wurde um 4,9 Prozent günstiger. Heizöl inklusive Betriebskosten verbilligte sich um 10,3 Prozent, während Preise für feste Brennstoffe, Gas, Strom und Fernwärme ebenfalls nachgaben. Der Preis für Kraftstoffe stieg dagegen leicht, Diesel um 0,1 Prozent und Superbenzin um 1,9 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stieg der Gesamtindex in dieser Zeit um 2,5 Prozent. Die sogenannte Kerninflation, ohne Nahrungsmittel und Energie, erhöhte sich ebenfalls um 2,5 Prozent.

Dienstleistungspreise als Haupttreiber der Inflation

Dienstleistungen erhöhten sich im Januar 2026 um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ohne die Berücksichtigung der Nettokaltmieten, die sich moderat um 1,9 Prozent verteuerten, lagen die Preissteigerungen für Dienstleistungen bei durchschnittlich 3,8 Prozent.

Besonders ausgeprägt war die Verteuerung bei kombinierten Personenbeförderungsdienstleistungen (+6,5 Prozent), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+6,1 Prozent), Pauschalreisen und Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr (jeweils +6,0 Prozent) sowie bei der Müllabfuhr (+5,6 Prozent).

„Die Preise für Dienstleistungen tragen weiterhin maßgeblich zur Inflation bei“, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.

Weiterführende Informationen zur Inflationsrate Niedersachsen Januar

Das Landesamt für Statistik Niedersachsen stellt umfangreiche Tabellen und Abbildungen zum Verbraucherpreisindex (VPI) online zur Verfügung. Der VPI misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller konsumrelevanten Waren und Dienstleistungen staatlich und neutral.

Die Berechnung der Inflationsrate basiert auf dem Vergleich des Verbraucherpreisindex eines Monats mit dem gleichen Monat des Vorjahres. Weitere Details und die methodischen Grundlagen finden Interessierte auf der Webseite des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.

Aktuelle Informationen zu den Entlastungspaketen und deren Einfluss auf die Verbraucherpreise sind beim Statistischen Bundesamt verfügbar.

Ausblick auf die Entwicklung der Inflation in Niedersachsen

Das Landesamt für Statistik erwartet, dass die vorliegenden Inflationsdaten für Januar 2026 bis zum 6. Februar als endgültig gelten, sofern keine Korrektur veröffentlicht wird. Analysen der weiteren Preisentwicklung insbesondere im Bereich Energie und Dienstleistungen werden von Bedeutung für die Prognosen im laufenden Jahr sein.

Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Niedersachsen können die Entwicklungen weiterhin über die Fachstellen und amtlichen Kanäle verfolgen.

Mehr zu wirtschaftlichen Themen aus der Region finden Sie auf regionalupdate.de.

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