A Fairtrade chocolate bar lies on cocoa beans in Goaso, in the Ahafo Region of Ghana, on October 10, 2024. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52482 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Fairtrade-Kakaoabsatz 2025 deutlich gestiegen

Köln. Der Fairtrade Kakao Absatz in Deutschland soll im Jahr 2025 trotz hoher Rohstoffpreise um rund 11,7 Prozent auf 99.000 Tonnen steigen. Fairtrade Deutschland blickt damit optimistisch auf eine positive Entwicklung im fairen Kakaohandel, die den Produzentengemeinschaften höhere Prämien und bessere Lebensbedingungen bringen soll.

Fairtrade Kakao Boom

Fairtrade-Kakaokooperativen in Deutschland werden von dem prognostizierten Absatzwachstum deutlich profitieren. Für Verkäufe von Fairtrade-Kakao im Jahr 2025 werden rund 22 Millionen Euro an Prämien erwartet. Diese Gelder fließen zusätzlich zu den Verkaufserlösen in Projekte zur Einkommensverbesserung, Bildungsmaßnahmen, Klimaanpassung und in den Aufbau lokaler Strukturen.

Drei Jahrzehnte Fairtrade-Kakao in Deutschland

Seit 1996 gibt es Fairtrade-Kakao auf dem deutschen Markt. 2024 erreichte dieser einen Marktanteil von 21 Prozent, mit 185 Partnerunternehmen, die faire Produkte anbieten. Ein Schub kam 2014 durch die Einführung des Fairtrade-Kakao-Programms und des Rohstoff-Siegels, das den Bezug von fairem Kakao als Einzelzutat erleichtert hat. In den letzten 30 Jahren wurden über 570.000 Tonnen Fairtrade-Kakao verkauft, woraus Prämien von über 130 Millionen Euro resultieren.

Strategien für faire Einkommen und Nachhaltigkeit

Trotz Fortschritten bleibt die Einkommenssituation der Kakaobauern herausfordernd. Fairtrade verfolgt deshalb eine Strategie zur Existenzsicherung, die Preise mit Basisbedarfen wie Nahrung, Bildung, Wasser und medizinischer Versorgung kalkuliert. Nachhaltige Anbaumethoden, langfristige Handelspartnerschaften und Förderprogramme zur Stärkung der Kooperativen gehören ebenfalls dazu.

„Wir sehen sehr klar: Verbraucher*innen greifen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin zu Schokolade mit echtem Kakao und setzen dabei zunehmend auf Produkte mit dem Fairtrade-Siegel“, sagte Claudia Brück, Vorständin bei Fairtrade Deutschland.

Fairtrade Deutschland stellt sich mit dem Thema „Securing Cocoa’s Future – Together“ auf der ISM 2026 in Köln vor. Dort informiert die Organisation am Stand in Halle 10.2 | Stand A041 über ihre Ansätze zur Förderung fairer Lieferketten im Kakaohandel.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Fairtrade Kakao in Köln: Bedeutung für Verbraucher und regionale Partner

Köln ist Sitz von Fairtrade Deutschland und zentraler Ort der Organisation, die sich für faire Handelspraktiken einsetzt. Die prognostizierte Steigerung des Fairtrade Kakao Absatzes wirkt sich nicht nur global, sondern auch regional aus. Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland können durch den Kauf von Fairtrade-Schokolade nicht aktiv zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kakaoproduzenten beitragen. Gleichzeitig stärken regionale Unternehmen ihre fairen Angebote und reagieren damit auf eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten.

Für 2026, dem Jubiläumsjahr von 30 Jahren Fairtrade-Kakao, sind weitere Informationsveranstaltungen und Messeauftritte geplant. Vor allem auf der ISM in Köln werden die Themen Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit der Kakao-Lieferketten im Fokus stehen. Interessierte können hier mehr über den fairen Kakaoabsatz erfahren und sich direkt mit Fairtrade-Expertinnen und -Experten austauschen.

Weiterführende Informationen zur fairen Schokolade finden Leserinnen und Leser auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Website von Fairtrade Deutschland.


Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Threads
X

Weitere Artikel