In dieser Podcastfolge, moderiert von Dr. Christian Stachelbeck, sprechen Dr. Pierre Köckert und Christian Senne über Entstehung, Auftrag und Praxis der kaiserlichen Schutztruppe / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/171701 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Neue Podcast-Folge zur kaiserlichen Schutztruppe

Potsdam. Die neue Podcast-Folge „kaiserliche Schutztruppe Podcast“ beleuchtet die Rolle der deutschen Schutztruppe im kolonialen Kontext. Experten des Forschungsprojekts am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) diskutieren Entstehung, Aufgaben und Praktiken dieser militärischen Einheit vor dem Hintergrund kolonialer Gewalt.

Koloniale Gewalt verstehen

Die „kaiserliche Schutztruppe“ wird häufig mit dem Schutzgedanken verbunden, tatsächlich waren ihre Einsätze jedoch eng mit kolonialer Herrschaft und Gewalt verknüpft. Dr. Pierre Köckert ordnet die Schutztruppe als militärischen, polizeilichen und administrativen Gewaltakteur in den größeren Zusammenhang der kolonialen Ordnung ein. Er betont, dass der Begriff „Schutz“ auf die Interessen der Kolonialherrschaft zielte und die Anwendung von Gewalt legitimierte.

Historische Einordnung der Schutztruppe

Die Schutztruppe agierte von 1880 bis 1918 hauptsächlich in deutschen Kolonien wie Kamerun. Ihr Auftrag umfasste militärische Einsätze zur Sicherung kolonialer Macht sowie die Überwachung und Unterdrückung lokalem Widerstand. Die militärischen Strukturen dienten dabei als zentrales Instrument der Herrschaftsausübung.

Alltag und Biografie in der Kolonie

Christian Senne, Dozent für Militärgeschichte, stellt anhand der Biografie von Curt von Morgens den kolonialen Alltag in Kamerun dar. Die täglichen Aufgaben der Schutztruppe reichten über militärische Aktionen hinaus und beinhalteten auch administrative Tätigkeiten, die zur Aufrechterhaltung der kolonialen Ordnung beitrugen.

„Die Schutztruppe war nicht nur eine militärische Einheit, sondern auch ein polizeilicher und administrativer Arm kolonialer Gewalt“, sagte Dr. Pierre Köckert.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung und regionale Einordnung der „kaiserlichen Schutztruppe“

Das Forschungsprojekt am ZMSBw bietet mit dem „kaiserliche Schutztruppe Podcast“ eine wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung, die auch für Bürgerinnen und Bürger in Potsdam und darüber hinaus relevant ist. Die ausführliche Betrachtung der Schutztruppe trägt zum Verständnis der deutschen Kolonialgeschichte bei und fördert die Auseinandersetzung mit ihrem Erbe.

Interessierte können die Podcast-Folge auf der Website des ZMSBw anhören. Weitere Informationen zur deutschen Militärgeschichte und kolonialen Zusammenhängen bietet das Online-Magazin regionalupdate.de.

Für nähere Auskünfte steht Oberstleutnant Michael Gutzeit, Leiter der Informationsarbeit am ZMSBw, per E-Mail unter ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org zur Verfügung.

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