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NRW-Trend: SPD erholt sich, Schwarz-Grün verliert

Düsseldorf. Laut dem aktuellen NRW Landtagswahl 2026-Trend, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL erhoben hat, könnte die schwarz-grüne Landesregierung ihre Mehrheit behaupten, muss jedoch Verluste hinnehmen. Gleichzeitig gewinnen die Oppositionsparteien an Zustimmung.

NRW Landtagswahl Update

Bei einer Wahl zum nordrhein-westfälischen Landtag käme die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst derzeit auf 35 Prozent, was einem Rückgang von vier Prozentpunkten gegenüber Juni 2025 entspricht. Die Grünen würden mit 13 Prozent ebenfalls Verluste verzeichnen und im Vergleich zwei Prozentpunkte verlieren. Die SPD könnte sich nach ihrem Tief im Juni 2025 deutlich erholen und liegt aktuell bei 20 Prozent, ein Zuwachs von vier Prozentpunkten. Die AfD verbessert sich um einen Punkt auf 15 Prozent und überholt damit die Grünen. Die Linke erzielt mit 6 Prozent leichte Verluste, schafft aber voraussichtlich den Einzug in den Landtag. Die FDP liegt bei 4 Prozent, was trotz eines Zugewinns um einen Punkt nicht für den Einzug reicht.

Zufriedenheit mit Regierung und Ministerpräsident

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung bleibt weitgehend stabil: 48 Prozent sind zufrieden, 49 Prozent unzufrieden. Im Vergleich zur letzten Befragung im Juni 2025 stieg die Unzufriedenheit um vier Prozentpunkte. Ministerpräsident Wüst erhält eine leicht schlechtere Bewertung als im April 2024: 45 Prozent zeigen sich zufrieden, 38 Prozent unzufrieden.

SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott noch unbekannt

Die SPD hat Jochen Ott als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 benannt. Bislang ist er nur 24 Prozent der Wahlberechtigten in NRW bekannt. Nur zwölf Prozent schätzen ihn als guten Kandidaten ein, ebenso viele äußern Zweifel. Unter SPD-Anhängern fällt das Urteil positiver aus, jedoch kennen auch dort viele Ott nur wenig.

Politische Themen im Fokus der Bevölkerung

Die Themen Infrastruktur, Wirtschaft und gesellschaftliche Gerechtigkeit gewinnen an Bedeutung. Migration wird von 26 Prozent als vorrangiges Problem genannt, ein Rückgang um drei Punkte seit April 2024. Infrastruktur, ÖPNV und Verkehr erreichen ebenfalls 26 Prozent Zustimmung, ein Plus von sechs Punkten. Bildung liegt mit 21 Prozent auf Rang drei. Neu in den Top fünf sind soziale Ungerechtigkeit (12 Prozent) und Wirtschaft (12 Prozent). Themen wie Innere Sicherheit und Umwelt/Klimaschutz werden von weniger Befragten als vordringlich angesehen.

Teilzeitregelung und Olympiabewerbung

Die Mehrheit von 70 Prozent lehnt Vorschläge des CDU-Wirtschaftsflügels ab, Teilzeit-Arbeit nur noch bei besonderer Begründung zu erlauben. Auch über die Olympiabewerbung von NRW für die Sommerspiele ab 2036 herrscht breite Zustimmung: 57 Prozent unterstützen den Vorstoß, besonders junge Menschen unter 50 Jahren.

Braunkohleausstieg und Klimaneutralität

Zum Braunkohleausstieg 2030 halten 42 Prozent der Befragten an diesem Datum fest, 22 Prozent möchten die Frist auf 2033 verschieben und 25 Prozent sind offen für eine Verlängerung darüber hinaus. Anhänger der Grünen sprechen sich überwiegend für den Ausstieg 2030 aus, CDU-Anhänger sind gespalten. Das Ziel einer klimaneutralen Industrieregion bis 2045 wird insgesamt von 49 Prozent als Chance gesehen, 42 Prozent sehen eher ein Risiko.

Weitere Informationen zur Landtagswahl 2026 in Nordrhein-Westfalen erhalten Sie auf regionalupdate.de. Offizielle Details zur Landespolitik stellt der WDR bereit.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung der NRW Landtagswahl 2026

Die Landtagswahl 2026 in Nordrhein-Westfalen wirkt sich unmittelbar auf politische Entscheidungen vor Ort aus, insbesondere in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Infrastruktur und Klimapolitik. Die Veränderung der Parteienpräferenzen spiegelt eine Verschiebung in der Wählerschaft wider, die auf regionalpolitische Themen wie Braunkohleausstieg und Verkehrspolitik Einfluss haben kann. Bürgerinnen und Bürger sollten die Entwicklungen verfolgen, da sie die zukünftige Landespolitik und somit auch lokale Fördermaßnahmen und gesetzliche Rahmenbedingungen prägen.

Bis zur nächsten Wahl im Jahr 2027 sind weitere politische Debatten und Präzisierungen der Parteiprogramme zu erwarten. Die Bekanntheit von Spitzenkandidaten wie Jochen Ott wird dabei eine Rolle spielen. Bürgerinnen und Bürger können sich durch Informationsangebote, beispielsweise von regionalupdate.de, umfassend auf die Wahl vorbereiten und so eine fundierte Stimme abgeben.

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