Sanierungsquote 2025: Talfahrt für energetische Gebäudesanierung geht weiter

Berlin. Die sanierungsquote energetische gebaeudesanierung in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gesunken und erreicht mit 0,67 Prozent einen neuen Tiefpunkt bei Wohngebäuden. Damit liegt die Sanierungsrate deutlich unter dem erforderlichen Niveau von etwa zwei Prozent, das notwendig ist, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erfüllen.

Sanierungsquote weiter unten

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands in Deutschland stagniert weiter. Laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e. V. sank die Sanierungsquote bei Wohngebäuden von 0,69 Prozent im Jahr 2024 auf 0,67 Prozent im Jahr 2025. Für Nichtwohngebäude fiel die Quote ebenfalls und liegt jetzt bei 0,92 Prozent gegenüber 0,95 Prozent im Vorjahr. Dabei wären laut der Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität der Deutschen Energie-Agentur (dena) im Jahr 2025 etwa 460.000 Wohneinheiten energetisch zu sanieren gewesen. Tatsächlich wurden jedoch nur 260.000 Wohneinheiten modernisiert – ein deutlicher Rückstand gegenüber den Klimazielen.

Sanierungsquoten nach Bauteilen

Unterscheidet man nach Bauteilen, zeigt sich ein gemischtes Bild der Sanierungstätigkeit:

  • Dach: 0,74 Prozent Sanierungsquote
  • Fassade: 0,46 Prozent Sanierungsquote
  • Fenster: 1,19 Prozent Sanierungsquote

Fenstertausch gilt oft als erste Maßnahme zur energetischen Modernisierung. Der Verband Fenster + Fassade e. V. betont, dass gerade dieser Bereich angesichts der niedrigen Sanierungszahlen unter Druck steht. Ohne Fenstererneuerungen stockt demnach die gesamte Gebäudemodernisierung.

„Der Fenstermarkt zeigt derzeit deutlich, wie stark die energetische Sanierung insgesamt unter Druck steht. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit“, erklärte Frank Lange, Geschäftsführer des Verband Fenster + Fassade e.V.

Herausforderungen und politische Perspektiven

Der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle sieht trotz der rückläufigen Zahlen Chancen durch ein ambitioniertes Gebäudeenergiegesetz, das energetische Sanierungen attraktiver machen könnte. Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Verbands, weist auf den Sanierungsstau besonders in Nichtwohngebäuden wie Krankenhäusern, Schulen und Verwaltungen hin.

„Deutschland braucht nicht nur einen Bau-Turbo, sondern dringend auch einen Sanierungs-Booster“, so Hinrichs. Er verweist auf das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität als möglichen Impulsgeber.

Energetisch schlechte Gebäude (Effizienzklassen G und H) tragen mit etwa 50 Prozent zum gesamten Energieverbrauch im Gebäudesektor bei. Zudem führt der schlechte energetische Zustand der Immobilien zu einem Wertverlust von bis zu 40 Prozent gegenüber sanierten Objekten.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der Sanierungsquote für die Region und Ausblick

Die niedrige sanierungsquote energetische gebaeudesanierung in Deutschland hat auch für die hiesige Immobilienwirtschaft und Haushalte Folgen. Die Kosten für Energie steigen weiterhin, da weniger Gebäude energieeffizient gestaltet sind. Dies betrifft private Eigentümer ebenso wie kommunale Einrichtungen. Ein beschleunigter Sanierungsprozess könnte langfristig Energiekosten senken und die Wohnqualität verbessern.

Der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle sowie Verbände wie der Verband Fenster + Fassade appellieren an die Politik, durch Förderprogramme und klare gesetzliche Rahmenbedingungen Anreize für Modernisierungen zu schaffen. Geplante Änderungen am Gebäudeenergiegesetz sollen in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle spielen.

Mehr Informationen zur energetischen Gebäudesanierung finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der Seite der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Die Entwicklungen im Gebäudesektor werden weiterhin beobachtet, um eine nachhaltige Wärmewende voranzutreiben. Neue Fördermaßnahmen und gesetzliche Anpassungen sind für 2025 und die kommenden Jahre geplant, um die Sanierungsquote zu erhöhen und die Klimaziele erreichen zu können.

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