Einstein Telescope Marco Kraan Nikhef

Interreg-Projekt COMET: Standortsuche fürs Einstein-Teleskop läuft

Meppen. Das Interreg-Projekt COMET fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden zur technologischen Vorbereitung des Einstein-Teleskops. Die Initiative bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen im Emsland neue Chancen durch Finanzierung und Vernetzung, während die Standortentscheidung für das Observatorium bis 2027 ansteht. Die Fokus-Keyphrase lautet COMET Einstein Teleskop Standort.

Innovation im Emsland

COMET: Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden

Das Projekt COMET (Comaking the Einstein Telescope) ist eine Kooperation von sechs Organisationen aus Deutschland und den Niederlanden. Unter der Leitung von Oost NL arbeiten unter anderem die Emsland GmbH, NMWP, LIOF, TCNN und die TransferAgentur der Fachhochschule Münster zusammen. Ziel ist es, technologische Innovationen in den Bereichen vibrationsfreie Kühlung, Optik und Datenverarbeitung zu fördern und KMU beider Länder bei deren Umsetzung zu unterstützen. Die Förderung umfasst finanzielle Hilfe, Partnervermittlung und Zugang zu internationalen Märkten.

Die Emsland GmbH als Wirtschaftsförderer des Landkreises Emsland engagiert sich besonders für die Vernetzung regionaler Unternehmen mit niederländischen Partnern. Michael Steffens, Dezernent bei der Emsland GmbH, erklärt:

„Durch die Beteiligung der Emsland GmbH wird die regionale Innovationsinfrastruktur gestärkt. Die Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen im Landkreis Emsland erhalten so leichteren Zugang zu internationalen Forschungsnetzwerken und profitieren von neuen Impulsen für Technologieentwicklung und Kooperation.“

Das Einstein-Teleskop als Schlüsselprojekt für Grundlagenforschung

Das Einstein-Teleskop soll eine der modernsten Forschungseinrichtungen Europas für Gravitationswellenforschung werden. Geplant ist ein unterirdisches Observatorium in Dreiecksform mit zehn Kilometern Seitenlänge und einer Tiefe von 250 bis 300 Metern. Die Standortsuche ist in der Endphase: 2027 wird entschieden, ob das Teleskop im deutsch-niederländisch-belgischen Grenzgebiet, in Sachsen oder auf Sardinien gebaut wird.

Die Region Emsland profitiert nicht nur von der potenziellen Standortwahl, sondern auch von den technologischen Innovationen, die im Projekt entstehen. Markus Meppen von der Emsland GmbH hebt hervor:

„Die Innovationen und Anwendungen, die im Zuge des Projekts COMET für das Einstein-Teleskop entstehen, können späterhin auch in anderen Branchen wie Hightech, Energie und Gesundheitswesen Verwendung finden.“

Vorteile für Unternehmen und Forschung in der Region

Das bis Dezember 2028 laufende COMET-Projekt unterstützt besonders kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen dabei, neue Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Zusammenarbeit international auszubauen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Niederlande mit einem Budget von über 2,7 Millionen Euro, das von mehreren europäischen und regionalen Institutionen finanziert wird.

Die Emsland GmbH nutzt COMET, um den Aufbau internationaler Konsortien zu fördern, die gemeinsam an entscheidenden Schlüsseltechnologien für das Einstein-Teleskop arbeiten. Die Unternehmen der Region erhalten dadurch Zugang zu einem wachsenden europäischen Hightech-Netzwerk, das ihre Wettbewerbsfähigkeit stärkt.

Nächste Schritte und Entwicklungsmöglichkeiten

Bis 2027 wird der endgültige Standort für das Einstein-Teleskop festgelegt, was für die Region Emsland entscheidende Auswirkungen haben kann. Unabhängig vom Ergebnis trägt die Teilnahme am COMET-Projekt dazu bei, Innovationskapazitäten auszubauen und neue Geschäftsfelder in Hightech-Branchen zu erschließen. Die Emsland GmbH plant, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und regionale Unternehmen bei der Umsetzung gemeinsamer Projekte zu unterstützen.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der Emsland GmbH sowie beim Interreg-Programm Deutschland-Niederlande unter interreg.deutschland-niederlande.eu.

Für weitere Auskünfte steht Markus Meppen von der Emsland GmbH per E-Mail unter markus.mebben@emsland.de zur Verfügung.

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