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Nationale Tourismusstrategie verspricht Impulse

Osnabrück. Die vom Bundeskabinett beschlossene Nationale Tourismusstrategie soll neue Impulse für die Branche setzen. Die Strategie bietet insbesondere durch die Flexibilisierung der Arbeitszeit und den Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten Entlastungen für Betriebe der Tourismuswirtschaft.

Tourismus jetzt stärken – nationale tourismusstrategie impulse

Die Bundesregierung hat mit der Nationalen Tourismusstrategie wichtige Maßnahmen beschlossen, um die Branche zu unterstützen. Wolfgang Hackmann, Vorsitzender des IHK-Fachausschusses Tourismus, lobt vor allem die geplanten Erleichterungen bei der Arbeitszeitgestaltung und die Reduzierung bürokratischer Auflagen. Er betont, dass die Umsetzung der Maßnahmen zügig erfolgen müsse. Außerdem sei es notwendig, die Regelungen zur Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge zu optimieren und den Einstieg für Arbeitssuchende und Schulabbrecher in den Tourismus zu erleichtern. „Die Arbeitskraft von heute kann die Fachkraft von morgen sein“, so Hackmann.

Herausforderungen trotz Fortschritten

Trotz der positiven Impulse bleibt die Lage für die Betriebe angespannt. Rückmeldungen aus der IHK-Konjunkturumfrage zum vierten Quartal zeigen, dass viele Unternehmen unter hohen Kosten für Arbeit, Energie und Rohstoffe leiden. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden ebenfalls als belastend wahrgenommen. Deshalb sei es wichtig, dass die Politik weitere Impulse liefert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern. Anke Schweda, Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung bei der IHK Osnabrück, unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region und fordert eine konsequente Umsetzung der Strategie.

Positiver Rückblick und Wachstumspotenziale im Tourismus

Für die Saison 2025 fällt die Bilanz trotz der Herausforderungen überwiegend positiv aus. Während die Nachfrage im Businesssegment eher schwach war, konnte im Freizeitbereich ein gutes Ergebnis erzielt werden. Das Landesamt für Statistik verzeichnet in der Tourismusregion Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim 5,4 Millionen Übernachtungen bis einschließlich November, ein Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis zeigt die Widerstandsfähigkeit der Betriebe. Hackmann weist jedoch darauf hin, dass dieses Wachstum die strukturellen Probleme und den bestehenden wirtschaftlichen Druck nicht überdecken dürfe.

„Das positive Stimmungsbild aus den jüngsten Umfragen zeigt, wie widerstandsfähig unsere Betriebe angesichts des anhaltend hohen wirtschaftlichen Drucks sind. Potenzial für weiteres Wachstum ist in der Branche vorhanden. Das darf aber nicht über die bestehenden Herausforderungen der Branche und die dringend notwendigen Entlastungen hinwegtäuschen“, erklärte Hackmann.

Für weitere Informationen bietet die IHK Osnabrück Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, unter anderem Anke Schweda, erreichbar unter schweda@osnabrueck.ihk.de sowie ausführliche Berichte auf ihk.de/osnabrueck. Zusätzliche Einsichten zur Nationalen Tourismusstrategie finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unter bmwk.de.

Ausblick auf weitere Entwicklungen in der Tourismusbranche

Die Betriebe der Tourismusbranche in der Region Osnabrück und darüber hinaus erwarten nun eine rasche Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Insbesondere die Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen sowie die Verringerung von bürokratischen Hürden stehen dabei im Fokus. Parallel sollen die Zugangsbedingungen für Flüchtlinge, Arbeitssuchende und Schulabbrecher verbessert werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die IHK Osnabrück begleitet diese Entwicklung und ruft die Politik dazu auf, jetzt konkrete Schritte einzuleiten, damit die Tourismusbranche ihre wirtschaftliche Rolle weiter ausbauen kann. Regelmäßige Konjunkturumfragen und statistische Erhebungen werden die Situation in den kommenden Monaten genau beobachten und dienen als Grundlage für zukünftige Empfehlungen.

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