NABU: Erfolg bei Stunde der Wintervögel in Niedersachsen

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Hannover. Bei der „Stunde der Wintervögel“ in Niedersachsen zählten rund 17.400 Teilnehmer knapp 410.000 Vögel aus über 12.200 Gärten. Der NABU setzt mit der Aktion auf Wintervoegel Niedersachsen NABU und gewinnt so wichtige Daten für den Naturschutz und die Umweltbildung.

Wintervögel zählen jetzt!

Beteiligung und Datenbasis in Niedersachsen

Mit etwa 17.400 Teilnehmenden erreichte Niedersachsen bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ einen der besten Werte seit Beginn der Aktion. Die Beobachtungen aus knapp 12.240 Gärten führten zu einer Gesamtzählung von 409.593 Vögeln. Diese breite Beteiligung bildet die Grundlage für verlässliche Aussagen zur Entwicklung verschiedener Vogelarten in Siedlungsgebieten. Langfristig gesammelte Daten ermöglichen es Naturschützern, Veränderungen bei häufigen Arten zu erkennen und zu bewerten.

Artenvielfalt und wichtige Beobachtungen

An der Spitze der Beobachtungsliste steht die Kohlmeise, gefolgt vom Haussperling, der im Verlauf der Aktion deutlich zulegte. Besonders hervorzuheben ist die Erholung der Amselpopulation, die in den vergangenen Jahren durch das Usutu-Virus stark dezimiert wurde. Auch der Buchfink war mit einem Anstieg von 50 Prozent deutlich präsenter. Die Tannenmeise und die Goldammer traten wegen ihrer Kälteanpassung vermehrt in Siedlungsnähe auf. Das Rebhuhn, Vogel des Jahres 2026, zeigte sich mit einem Anstieg von rund 925 Prozent deutlich häufiger als im Vorjahr – ein Erfolg der Umweltbildung, die gezielt auf bedrohte Arten aufmerksam macht.

Praxis der Bürgerwissenschaft

Die Beobachtungen während der „Stunde der Wintervögel“ sind mehr als eine reine Zählung; sie tragen zu einem langfristigen Monitoring bei. Bürgerinnen und Bürger leisten so einen wichtigen Beitrag zur Naturforschung und Artenschutz. Je größer die Beteiligung und je länger die Datenerhebung, desto belastbarer sind die Resultate und umso besser können sich Trends bei Vogelbeständen über die Jahre nachvollziehen lassen.

„Die Aktion ist ein Gewinn für Wissenschaft und Artenschutz gleichermaßen und stellt eine Form der praktischen Umweltbildung dar“, so NABU Niedersachsen.

Die nächste Möglichkeit zur Teilnahme bietet die „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai 2026. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des NABU Niedersachsen und auf regionalupdate.de.

Perspektiven für Artenschutz und Umweltbildung in Niedersachsen

Der erfolgreiche Verlauf der „Stunde der Wintervögel“ 2026 unterstreicht die Bedeutung von Bürgerbeteiligung bei der Erfassung und dem Schutz heimischer Vogelarten in Niedersachsen. Die Datenbasis unterstützt Naturschutzorganisationen und Fachbehörden dabei, gezielte Schutzmaßnahmen zu planen. Zukünftige Aktionen sollen das öffentliche Interesse am Vogelschutz weiter fördern und noch mehr Menschen motivieren, Teil dieser großen Bürgerwissenschaft zu werden.

Für wissenschaftliche Details und weiterführende Informationen empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Webseite des NABU Niedersachsen: www.NABU-niedersachsen.de. Auch die Bundesregierung informiert umfassend über Artenschutz in Deutschland unter www.bfn.de.

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