VAUNET kritisiert Filmförderung als altes Konzept

Anzeige
Digitale Realität

Berlin. Der Vorschlag von Produktionsallianz (PA) und Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) zur Verpflichtung der Streamingdienste wird als kein tragfähiger Interessenausgleich bewertet. Die Diskussion um Streamingdienste Filmförderung Kompromiss bleibt damit in der Branche umstritten.

Streaming-Debatte jetzt: Streit um Verpflichtungen der Streamingdienste

Der jüngst präsentierte Kompromissvorschlag basiert laut Kritikern auf einem alten Konzept, das unter anderem auf dem sogenannten „französischen Modell“ beruht. Dieses kombiniert Investitionsverpflichtungen der Streaminganbieter mit einem Rechterückbehalt. Kritiker warnen, dass dies keinen wirklichen Fortschritt darstelle, sondern eine unverhältnismäßige Forderung bleibe, die vor allem zu Lasten Dritter gehe.

Kritik an Investitionsverpflichtung und Rechterückbehalt

Die Kombination aus verpflichtenden Investitionen und dem Vorbehalt von Rechten an Inhalten wird als Hauptkritikpunkt genannt. Die Verbände befürchten, dass diese Forderungen nicht zu einer fairen Verteilung führten, sondern alte Konflikte fortsetzten. Zudem soll der Druck auf die Politik vor der Berlinale erhöht werden.

Forderung nach Selbstverpflichtungen und Evaluation

Demgegenüber steht die Forderung einer Branche nach Selbstverpflichtungen der Streamingdienste, die als weniger bürokratisch gelten. Ein entsprechendes Modell, das individuelle Vereinbarungen und Transparenz gegenüber der Filmförderungsanstalt (FFA) vorsieht, liegt bereits seit Monaten vor. Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET, betont die Vorteile dieser Lösung für die Film- und Serienproduktion in Deutschland:

„Die Selbstverpflichtungen sind schnell umsetzbar und gewährleisten substanzielle Investitionen in Film- und Serienproduktionen und in den Standort Deutschland für die kommenden Jahre – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wem es um einen fairen Interessenausgleich und ein Vorankommen geht, sollte deshalb seine Blockadehaltung noch einmal überdenken und die derzeit gesperrten Haushaltsmittel freigeben.“

Bezüglich der neuesten Entwicklungen in der Filmförderung in Deutschland ist es sinnvoll, die offiziellen Details auf den Seiten der FFA einzusehen (Filmförderungsanstalt).

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Einordnung und Ausblick zur Filmförderung in Deutschland

Die Debatte um die Verpflichtung von Streamingdiensten zur Filmförderung betrifft auch regionale Produktionsstandorte, die auf Investitionen aus der Branche angewiesen sind. Eine praktikable Lösung könnte dazu beitragen, die Film- und TV-Wirtschaft in Deutschland zu stabilisieren und den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das langfristig ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot an Film- und Serienproduktionen.

Geplante nächste Schritte sind eine mögliche Evaluationsphase der Selbstverpflichtungen sowie politische Entscheidungen über die Freigabe gesperrter Haushaltsmittel. Weitere Informationen zur Entwicklung der Medienpolitik und Filmförderung erhalten Sie laufend auf regionalupdate.de.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel