Bremen. Die Doku „Y-History: 100 Jahre Kokain“ beleuchtet die langjährige Geschichte und heutige Normalisierung des Kokainkonsums in Deutschland. Die Reportage ist ab dem 9. Februar 2026 in der ARD Mediathek abrufbar.
Kokain im Fokus
Die Fokus-Keyphrase „100 jahre kokain“ beschreibt den thematischen Schwerpunkt der Dokumentation, die den gesellschaftlichen Umgang mit der Droge von der Weimarer Republik bis heute untersucht. Die Filmemacherin Carolin von der Groeben begleitet verschiedene Personen, darunter Konsumierende, einen ehemaligen Fahrdienstleister für Kokain und Betroffene, die durch den Konsum schwere persönliche Verluste erlitten haben.
Historische Perspektiven
Der Film zeigt, wie Kokain seit über einem Jahrhundert in Deutschland präsent ist. Besonders hervorgehoben wird die Rolle in der Musikszene der 1970er- und 1980er-Jahre. Steffi Stephan, Bassist im Panikorchester und langjähriger Begleiter von Udo Lindenberg, berichtet offen über den Kokainkonsum während dieser Zeit und zieht eine kritische Bilanz. Eine historische Tonaufnahme dokumentiert den exzessiven Umgang mit der Droge auf Tourneen und in der Band.
Aktuelle Entwicklungen
In der heutigen Gesellschaft ist Kokainkonsum für viele Teil des Ausgehrituals und wird häufig als normal angesehen. Insbesondere in Berlin hat sich ein regelrechter Markt mit so genannten Kokstaxis und Online-Bestellungen etabliert. Die Reportage analysiert die gesellschaftlichen Strukturen hinter diesem Boom und bietet vielfältige Einblicke in Konsum, Handel und persönliche Schicksale.
„Kokain habe mir nichts gebracht“, sagt Steffi Stephan rückblickend. „Hätte ich nicht rechtzeitig aufgehört, hätte ich es nicht überlebt.“
- Dokumentation verfügbar ab 9. Februar 2026 in der ARD Mediathek
- TV-Ausstrahlung am 10. Februar 2026, 23:35 Uhr im Ersten
- Produktion von Radio Bremen im Auftrag der ARD
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für Bremen und regionale Auswirkungen
Die Veröffentlichung von „Y-History: 100 Jahre Kokain“ sensibilisiert auch in Bremen für das Thema Drogenkonsum und gesellschaftliche Normalisierung von Kokain. Die offene Darstellung der Dokumentation kann zu einer intensiveren öffentlichen Diskussion führen und Angebote der Prävention und Beratung stärken. Besonders in urbanen Zentren wie Bremen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema wichtig.
Für interessierte Bürgerinnen und Bürger bietet die ARD Mediathek eine ausführliche Quelle für weiterführende Informationen. Darüber hinaus informiert die Landesstelle für Suchtfragen Bremen über Beratungsangebote zum Thema Drogen.
Weitere Hintergründe und aktuelle Informationen zum Thema finden Sie bei regionalupdate.de sowie auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
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