Zu wenig Geld und Personal für Cyber-Sicherheit in deutschen Krankenhäusern

Hamburg. Die aktuelle Studie von BDO AG und Deutschem Krankenhausinstitut (DKI) zeigt deutliche Defizite bei der Cyber Sicherheit Krankenhäuser in Deutschland. 90 Prozent der Krankenhäuser bewerten die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität als hoch, und jedes fünfte war in den letzten drei Jahren von einem meldepflichtigen Angriff betroffen.

Cyber Risiken erhöhen – Herausforderungen für die Cyber Sicherheit Krankenhäuser

Die Studie belegt, dass die Bedrohungslage für deutsche Krankenhäuser in puncto Cyber Sicherheit zunehmend kritisch ist. 86 Prozent der Befragten erwarten eine weitere Verschärfung der Risiken. Basisschutzmaßnahmen wie Antivirensoftware und Firewalls sind zwar weit verbreitet, doch fortgeschrittene Schutzmechanismen und organisatorische Maßnahmen fehlen oft.

Technische Schutzmaßnahmen und Notfallmanagement

Während fast alle Krankenhäuser grundlegende IT-Sicherheitsmaßnahmen implementiert haben, setzen lediglich 16 Prozent ein vollständiges Business Continuity Management (BCM) um, das die Betriebsfähigkeit im Angriffsfalle sicherstellt. Nur zehn Prozent der Krankenhäuser führten bislang realitätsnahe Cyber-Notfallübungen durch.

Personelle und finanzielle Engpässe

Ein signifikanter Hemmschuh für eine verbesserte Cyber Sicherheit Krankenhäuser ist der Mangel an finanziellen Ressourcen. 70 Prozent der Häuser nennen dies als Hauptgrund für unzureichende IT-Sicherheit. Zudem sind in einem Drittel der Einrichtungen entsprechende IT-Sicherheitsstellen unbesetzt.

„Deutsche Krankenhäuser stehen vor der Herausforderung, hochsensible Patientendaten und kritische Versorgungsprozesse gegen immer raffiniertere Angriffe zu schützen. … Nur Übung macht den Meister“, sagte Prof. Dr. Volker Penter, Healthcare-Experte bei der BDO.

  • 20 Prozent aller Krankenhäuser erlebten in den letzten drei Jahren meldepflichtige Cyber-Vorfälle.
  • 53 Prozent der Häuser befinden sich in der Umsetzung eines BCM.
  • Notfallübungen für Cyber-Angriffe sind selten.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der Cyber Sicherheit Krankenhäuser für die Versorgung vor Ort

Die Cyber Sicherheit Krankenhäuser ist ein zentraler Faktor für die Sicherheit und Kontinuität der Patientenversorgung in Deutschland. Durch unzureichende Schutzmaßnahmen können Versorgungsausfälle oder Datenverluste drohen, die auch regional spürbare Folgen haben. Die Studie empfiehlt eine bessere politische Förderung und Anpassungen der Regularien, um Investitionen und den Ausbau von IT-Sicherheit zu erleichtern.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass die Krankenhäuser ihre kritischen Systeme künftig besser schützen müssen, um Behandlungsabläufe auch im Krisenfall aufrechtzuerhalten. Konkret empfohlen wird unter anderem:

  • Priorisierung und Budgetierung für Cyber-Notfallpläne
  • Regelmäßige Cyber-Notfallübungen und Schwachstellentests
  • Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen auch bei Dienstleistern und Zulieferern

Weitere Informationen zu Cyber Sicherheit im Gesundheitswesen bietet die Studie auf der Website von BDO BDO Studie 2025 sowie weiterführende Beiträge auf regionalupdate.de.


Weiterführende Informationen zur IT-Sicherheit im Gesundheitswesen stehen z.B. beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zur Verfügung: BSI IT-Grundschutz.

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