Polizeiruf 110-Stars über letzten TV-Einsatz

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Halle. Die Ermittler Henry Koitzsch und Michael Lehmann verabschieden sich mit dem „polizeiruf 110 abschied“ im neuen Krimi „Der Wanderer zieht von dannen“. Nach drei Folgen endet die erfolgreiche Krimireihe des MDR mit den Schauspielern Peter Kurth und Peter Schneider.

Stars sprechen Klartext zum polizeiruf 110 abschied

Die Ostdeutschen Peter Kurth und Peter Schneider übernahmen 2021 das Ermittlerduo in der „Polizeiruf 110“-Reihe des MDR mit dem ersten Fall „An der Saale hellem Strande“. Mit 7,8 Millionen Zuschauern startete die Serie sehr erfolgreich, der zweite Fall „Der Dicke liebt“ erreichte 26,6 Prozent Marktanteil und setzte einen noch stärkeren Akzent. Am 15. Februar 2024 läuft der dritte und letzte Film mit den beiden Ermittlern im MDR-Fernsehen.

Gründe für das Ende der Reihe

Peter Schneider erklärte, er habe erst durch die Presse von der Entscheidung erfahren, die Reihe auf drei Filme zu begrenzen. Er äußerte Unverständnis, zumal die Serie mit einem authentischen ostdeutschen Team und regionalen Geschichten ein Beispiel für die „Quote Ost“ sei. Auch die Kommunikation seitens des MDR sei mangelhaft gewesen:

„Ich hatte noch in Erinnerung, dass es hieß: Nach drei oder vier Fällen reden wir noch mal darüber. Aber dieses Gespräch fand einfach gar nicht statt“, sagte Peter Kurth.

Peter Schneider betonte, dass die Entscheidung nicht auf zu hohe Gagen zurückzuführen sei. Im Gegenteil, das Team habe sich für das dritte Projekt stark kompromissbereit gezeigt. Die Kosten für die aufwendigen Außendrehs in Halle seien höher als bei Studio-Produktionen, dennoch lägen die Budgets moderat.

Weiteres Vorgehen und mögliche Fortsetzungen

Das MDR-Argument, die Reihe als „Trilogie“ zu beenden, erscheint den Schauspielern wenig nachvollziehbar, da ursprünglich mehr Fälle geplant gewesen seien. Die beiden Darsteller stehen einem möglichen Neustart offen gegenüber, falls der MDR sich für eine Fortsetzung entscheidet.

„Auf jeden Fall! Ich würde alles dafür tun, damit wir weitermachen können“, sagte Peter Schneider.

Die Schauspieler sehen einen filmpolitischen Faktor, da der Verbleib der Reihe in Halle gerade im Wahljahr 2026 in Sachsen-Anhalt, einem AfD-Starkgebiet, wichtig sei, um die lokale Stimmung einzufangen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschied einer besonderen Krimireihe aus Halle

Der „Polizeiruf 110“ mit Peter Kurth und Peter Schneider hat seit 2021 die ostdeutsche Krimilandschaft bereichert. Mit authentischen Geschichten und einem Team aus Sachsen-Anhalt verankert, gelang es der Reihe, ein Millionenpublikum zu erreichen und unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven eines Ostens im Wandel zu thematisieren. Für die Menschen in Halle und der Umgebung bedeutete dies, ihren Alltag auf der Leinwand wiederzufinden und Fragen der Region vermittelt zu bekommen. Der angekündigte Abschied nach drei Filmen hinterlässt eine Lücke im öffentlich-rechtlichen Krimiangebot. Ob der MDR in Zukunft weitere Fälle mit dem Duo produzieren wird, bleibt offen. Offenbar ist der öffentliche Druck und das Interesse groß genug, um eine Rückkehr nicht auszuschließen.

Mehr Informationen rund um regionale Fernsehproduktionen finden Sie bei regionalupdate.de sowie ausführliche Hintergründe zum „Polizeiruf 110“ auf der offiziellen Seite der ARD Polizeiruf 110.


Hinweis: Alle Zitate und Fakten stammen aus einem exklusiven Interview in der Ausgabe 6. Februar der HÖRZU.

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