Osnabrück. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert die Doppelbesetzung bei Zugbegleitern, um die Sicherheit im Zug zu erhöhen. Anlass sind steigende Angriffe auf Zugpersonal bis hin zu tödlichen Übergriffen, wie kürzlich in einem Regionalzug.
Mehr Sicherheit im Zug
Die EVG berichtet von einer besorgniserregenden Zunahme von Übergriffen gegen Zugbegleiter in Regionalzügen. Die Zahl der Attacken sei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, obwohl schwere Vorfälle selten bleiben. Die Gewerkschaft macht Personalmangel für die gefährliche Lage mitverantwortlich.
Personalmangel im Regionalverkehr
Im Regionalverkehr sind Züge häufig nur mit einem einzigen Zugbegleiter besetzt. Die EVG kritisiert, dass solche Einzelbesetzungen bei Eskalationen zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen können. Dies liegt nach Gewerkschaftsangaben an den Ausschreibungen der Bundesländer, bei denen meist der billigste Anbieter gewinnt und Personal reduziert wird.
Forderung nach Doppelbesetzung
Die EVG fordert deshalb eine Rückkehr zur Doppelbesetzung im Zugbegleitdienst. Diese Maßnahme soll sowohl die Sicherheit der Beschäftigten als auch der Fahrgäste erhöhen. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass der Nahverkehr Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge ist und betont die Notwendigkeit politischer Unterstützung.
„Die Respektlosigkeit hat stark zugenommen. Die Beschäftigten bei der Bahn gehen zur Arbeit, damit andere sicher zur Familie, zur Arbeit oder in den Urlaub kommen. Und als Dank wird man bespuckt, beschimpft oder – wie jetzt – getötet“, sagte ein EVG-Sprecher.
- Zunahme der Angriffe auf Zugbegleiter in den letzten Jahren
- Einzelbesetzung von Zugbegleitern bei Regionalzügen als Sicherheitsproblem
- Forderung nach politischer Unterstützung für Personalerhöhungen
Weitere Informationen zum Schutz von Bahnpersonal finden sich auf der Webseite der EVG. Hintergrundberichte und aktuelle Zahlen zur Sicherheit im Nahverkehr bietet unter anderem die Polizei Nordrhein-Westfalen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr – Bedeutung für die Region Osnabrück
Die Forderung der EVG nach einer Doppelbesetzung von Zugbegleitern hat auch für Pendler und Reisende in und um Osnabrück große Relevanz. Mehr Personal kann potenzielle Konflikte im Zug verhindern und die Sicherheit während der Fahrt erhöhen. Für die Fahrgäste bedeutet dies nicht nur einen geschützten Reiseweg, sondern auch ein höheres Sicherheitsgefühl. Die EVG setzt sich dafür ein, dass Bund und Länder Personalanforderungen bei Ausschreibungen anpassen und der Nahverkehr entsprechend mit ausreichend Zugbegleitern ausgestattet wird. Damit sollen auch langfristig Übergriffe verhindert und die Arbeitsbedingungen für das Zugpersonal verbessert werden.
Weitere Berichte zum Nahverkehr in der Region Osnabrück finden Sie auf regionalupdate.de.
