Stromnetz: Tennet-Deal spät, teuer und dumm

Straubing. Der so genannte Tennet Deal Stromnetz hat Debatten ausgelöst, ob die Bürgerbeteiligung bei der Finanzierung der Energiewende ausreichend umgesetzt wurde. Obwohl nun das Bundesministerium ein Veto-Recht bei der kritischen Infrastruktur erhalten hat, wird kritisiert, dass finanzielle Gewinne überwiegend ins Ausland fließen.

Später Tennet Deal

Die Diskussion um den Tennet Deal Stromnetz dreht sich vor allem um die Frage der Bürgerbeteiligung. Kritiker bemängeln, dass bei diesem Investitionsprojekt nicht ausreichend auf die Beteiligung der Bevölkerung gesetzt wurde. Stattdessen profitierten vor allem internationale Investoren, während die finanziellen Lasten vor Ort verblieben.

Finanzierung der Energiewende

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass Deutschland zwar in den Ausbau der Stromnetze investiert, dabei aber nicht genügend finanzielle Vorteile für die heimische Bevölkerung generiert. Die Gewinne aus dem Ausbau und Betrieb der Netze werden vielfach exportiert, was sich nachteilig auf die Strompreise innerhalb Deutschlands auswirkt.

Bundesbeteiligung am Netzbetreiber

Der jüngste Einstieg des Bundes in das Unternehmen sichert zumindest ein Veto-Recht bei Entscheidungen, die die kritische Infrastruktur betreffen. Dieses Recht soll verhindern, dass strategisch wichtige Entscheidungen ohne Einfluss der Bundesrepublik getroffen werden. Allerdings wird damit erst spät Schadensbegrenzung betrieben, so die Kritik.

„Der jetzige Einstieg des Bundes sichert zwar endlich ein Veto-Recht bei der kritischen Infrastruktur. Doch der große finanzielle Profit aus der deutschen Energiewende bleibt weiterhin ein Exportschlager“, heißt es in der Stellungnahme.

  • Finanzielle Gewinne überwiegend internationalisiert
  • Bürgerbeteiligung bei Investitionsentscheidungen kaum realisiert
  • Bundesveto-Recht bei kritischer Infrastruktur durchgesetzt

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Auswirkungen des Tennet Deals für Straubing und Umgebung

Für die Region Straubing ist der Tennet Deal Stromnetz ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der lokalen Energieinfrastruktur. Bürgerinnen und Bürger sind von den Strompreisen sowie der Verfügbarkeit der Netze direkt betroffen. Die späte Einbindung des Bundes und die kritische Haltung zur fehlenden Bürgerbeteiligung unterstreichen die Notwendigkeit, zukünftige Projekte transparenter zu gestalten.

Für die Verbraucher hier bedeutet das, dass sie weiterhin sowohl von der Versorgungssicherheit als auch von den Kostenentwicklungen beeinflusst werden. Geplante Schritte umfassen eine stärkere Diskussion um mehr Beteiligungsmöglichkeiten bei zukünftigen Infrastrukturvorhaben. Weitere Informationen zum Thema Energiewende und Netzausbau bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter BMWK Erneuerbare Energien.

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