Berlin. Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit haben im Januar 2026 beim Veganuary vegan Ernährung ausprobiert. Zahlreiche Unternehmen verzeichneten dabei Absatz- und Umsatzrekorde, die Nachfrage nach pflanzlichen Produkten stieg deutlich an.
Vegane Ernährung boomt
Der Veganuary 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass die vegane Ernährung zunehmend in der Gesellschaft ankommt. Über 1.000 deutsche Unternehmen beteiligten sich an der Kampagne und brachten neue vegane Produkte und Gerichte auf den Markt. So meldete beispielsweise der Anbieter Billie Green im Aktionsmonat ein zweistelliges Absatzplus sowie Rekordumsätze. Die erhöhte Nachfrage führte sogar zu einer bundesweiten Tofu-Knappheit, wie die Supermarktketten Rewe, Lidl und Edeka bestätigten.
Einfluss auf Gastronomie und To-go-Markt
Der Trend zur pflanzlichen Ernährung zeigt sich auch in der Gastronomie. Fast jeder fünfte Whopper bei Burger King wurde vegan bestellt. Die Bäckereikette Le Crobag verzeichnete eine Steigerung des Absatzes ihrer veganen Aktionsprodukte um über 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich der Mensen und Kantinen stieg der Anteil veganer Gerichte bei Cateringunternehmen wie L&D von 23 auf 40 Prozent, was zu einer Verdopplung der verkauften pflanzlichen Speisen führte.
Langfristige Verankerung pflanzlicher Ernährung
Die Kampagne zielt bewusst darauf ab, vegane Ernährung im Alltag zu etablieren. Laut Christopher Hollmann, dem Leiter von Veganuary Deutschland, wurden Hemmschwellen abgebaut und neue Zielgruppen erreicht. Initiativen wie die Entwicklung von über 150 veganen Rezepten durch die SV Group seit 2022 verdeutlichen den Ausbau pflanzenbasierter Angebote in Betriebsrestaurants.
„Ernährung ist eine gesellschaftliche Gestaltungsfrage. Und vegane Ernährung spielt erwiesenermaßen eine Schlüsselrolle für Klima- und Ressourcenschutz“, sagte Christopher Hollmann.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Veganuary als Impulsgeber für den regionalen Ernährungstrend
Die steigende Nachfrage nach veganen Produkten und Gerichten hat auch hierzulande direkte Auswirkungen auf Supermärkte, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Bürgerinnen und Bürger finden vermehrt pflanzliche Alternativen im Alltag vor. Betriebe und Anbieter setzen auf nachhaltige und gesundheitsbewusste Angebote, die über den Aktionsmonat hinaus Bestand haben. Für Verbraucher bedeutet dies mehr Vielfalt und Wahlmöglichkeiten im Ernährungsalltag. Zukünftig ist mit weiteren Expansionen im Bereich veganer Produkte zu rechnen, die den Trend zur pflanzenbasierten Ernährung auch in der Region stärken.
Weiterführende Informationen zum Veganuary und zur pflanzlichen Ernährung sind verfügbar unter Veganuary Deutschland. Zur wissenschaftlichen Bewertung der ökologischen Auswirkungen pflanzlicher Ernährung verweist das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung auf die Studie in Nature Food Environmental impacts from European food consumption.
Artikel zum Thema vegane Ernährung und nachhaltige Lebensweise finden Sie auch bei regionalupdate.de.