Nürnberg. Die aktuellen Daten von immowelt zeigen, dass die wohnungspreise grosstaedte anstieg in 71 von 80 deutschen Großstädten binnen eines Jahres verzeichneten. Lediglich in wenigen Städten wie Berlin sanken die Preise leicht, während Städte wie Göttingen und Bergisch Gladbach starke Zuwächse meldeten.
Preisentwicklung analysiert: Wohnungspreise grosstaedte anstieg im Überblick
Im bundesweiten Vergleich stiegen die Angebotspreise für Bestandswohnungen in den deutschen Großstädten im Durchschnitt um 4,0 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich kleinere Städte: Göttingen verzeichnete mit plus 11,9 Prozent den höchsten Anstieg, gefolgt von Bergisch Gladbach mit 11,2 Prozent. Auch Mannheim (+9,9 Prozent), Ulm (+8,9 Prozent) und Rostock (+8,3 Prozent) gehörten zu den Spitzenreitern.
Entwicklung in den Metropolen
In den größeren Städten blieb der Preisanstieg moderat. München, die mit Abstand teuerste Großstadt, erhöhte die Preise um 2,7 Prozent auf 8.165 Euro pro Quadratmeter. Hamburg (+4,5 Prozent), Frankfurt (+2,9 Prozent) und Köln (+3,8 Prozent) verzeichneten ebenfalls moderate Zuwächse. Als Ausnahme gilt Berlin, wo die Preise um 1,0 Prozent auf 4.819 Euro pro Quadratmeter sanken.
Ursachen für die Preisentwicklung
Die steigenden Preise hängen unter anderem mit der angespannten Lage auf den Mietmärkten zusammen. Hohe Mieternachfrage führt verstärkt zum Wunsch nach Wohneigentum, was die Kaufpreise in die Höhe treibt. Gleichzeitig bremst der Neubau die Marktversorgung, sodass das Angebot knapp bleibt. Auch steigende Bauzinsen lassen kurzfristig keine Entlastung erwarten.
„Eigentumswohnungen haben sich in den vergangen 12 Monaten in fast allen Großstädten verteuert“, sagte Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer von immowelt. „Allerdings können Kaufinteressenten in Preisverhandlungen nach wie vor spürbare Nachlässe erzielen. Vor allem abseits der teuren Metropolen eröffnen sich dadurch weiterhin gute Möglichkeiten für den Immobilienkauf.“
Stabilisierung am Markt trotz Preisanstieg
Nur neun Städte verzeichneten sinkende Preise, deren Rückgänge mit maximal 2,6 Prozent deutlich geringer ausfielen als im Vorjahr. Dies weist auf eine zunehmende Marktstabilisierung hin. Trotz der Preissteigerungen profitieren viele Kaufinteressenten weiterhin von Preisen unter dem Höchststand aus dem Sommer 2022. Zudem haben sich die finanziellen Möglichkeiten vieler Haushalte durch gestiegene Reallöhne verbessert.
- Preise vergleichen: Übersicht der 80 Großstädte mit detaillierten Tabellen unter immowelt.de
- Datenbasis: Angebotsdaten von Bestandswohnungen (75 m², 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er Jahre) vom 01.02.2025 und 01.02.2026
Beispiel:
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung, Ausblick und Nutzen für Kaufinteressenten
Die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt haben für Bewohnerinnen und Bewohner deutscher Großstädte direkte Auswirkungen auf die Wohnkosten und die Entscheidung für den Kauf einer Wohnung. Während in den Metropolen die Preise weiterhin auf hohem Niveau verharren, bieten kleinere Städte mit stark wachsenden Preisen Chancen und Herausforderungen gleichermaßen. Die Situation erklärt sich durch die nach wie vor hohe Nachfrage bei begrenztem Neubauangebot.
Für Kaufinteressenten ist es empfehlenswert, sich frühzeitig über regionale Preisentwicklungen zu informieren und Preisvergleiche anzustellen. Zudem können Verhandlungen zum Kaufpreis insbesondere außerhalb der teuersten Großstädte erfolgreich sein. Die Prognose deutet darauf hin, dass infolge des bestehenden Angebotsengpasses die Preise auch kurzfristig eher steigen werden.
Weitere Informationen rund um Immobilienpreise, Marktanalysen und Tipps finden Interessierte bei regionalupdate.de sowie auf dem unabhängigen Portal immowelt.de.
