Arzneimittelausgaben 2025 steigen wie erwartet an, Apothekenhonorar stagniert

Arzneimittelausgaben 2025 steigen, Apothekenhonorar stagniert

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Berlin. Die Arzneimittelausgaben Apothekenhonorar 2025 zeigen einen Anstieg der GKV-Ausgaben für Arzneimittel um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro. Trotz steigender Kosten stagnieren die Apothekenvergütungen, während die Zahl der abgegebenen Medikamente zurückgeht.

Arzneimittelausgaben steigen

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel ohne Impfstoffe erhöhten sich im Jahr 2025 auf 56,4 Milliarden Euro inklusive Mehrwertsteuer. Dies entspricht einem Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und bestätigt die Prognosen von GKV-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung. Die Gesamtsumme basiert auf Daten aus den Abrechnungen der Apothekenrechenzentren, die der Deutschen Apothekerverband ausgewertet hat.

Sinkende Arzneimittelabgaben und stagnierendes Honorar

Die Zahl der abgegebenen Medikamente ging im Jahr 2025 um 1,5 Prozent auf 749 Millionen zurück. Parallel dazu hat sich die Apothekenvergütung kaum verändert. Ein erhöhter Honorarabschlag zu Jahresbeginn belastete die Apotheken zusätzlich. Die prozentuale Honorar-Komponente konnte ein weiteres Absinken der Gesamtvergütung lediglich abmildern. Die exakten Berechnungen zum Apothekenhonorar für 2025 liegen derzeit noch nicht vor, im Vergleich dazu betrug die Vergütung im Jahr 2024 rund 5,84 Milliarden Euro.

„Die Krankenkassen geben mehr Geld für weniger Medikamente aus“, sagte DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann. „Neue und innovative Arzneimittel sind oft teurer als ihre Vorgänger. Mit einer bedarfsgerechten Verordnung lassen Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten am medizinischen Fortschritt teilhaben – und das ist auch gut so.“

Hubmann kritisierte zugleich die finanzielle Lage der Apotheken: „Seit 2013 musste jede fünfte Apotheke schließen, weil die Kosten um 65 Prozent gestiegen sind. Das Festhonorar wurde seitdem nicht angepasst, obwohl im Koalitionsvertrag eine Erhöhung auf 9,50 Euro vereinbart wurde.“

  • Arzneimittelausgaben der GKV steigen um 4,9 Prozent
  • Abgegebene Medikamentenzahl sinkt um 1,5 Prozent
  • Apothekenhonorar stagniert trotz steigender Betriebskosten

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region und Ausblick

Vor allem für Patientinnen und Patienten in der Region ist die Versorgungssicherheit durch zahlreiche Apotheken wichtig. Die zunehmende finanzielle Belastung kann dazu führen, dass Apotheken weiterhin schließen, was die Zugänglichkeit zu Arzneimitteln erschwert. Die Forderungen des Apothekerverbands richten sich an Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat, um das Apothekenhonorar zu erhöhen und damit die wohnortnahe Versorgung zu sichern.

Die Entwicklungen im Arzneimittelsektor werden auf regionalupdate.de weiterhin begleitet. Für detaillierte Informationen zum Thema Arzneimittelausgaben informiert die Webseite des ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Eine Anpassung der Vergütung gilt als notwendiger Schritt, um die Apothekenlandschaft zu stabilisieren und damit eine patientenorientierte Versorgung aufrechtzuerhalten. Weitere Entscheidungen im Gesetzgebungsverfahren werden in diesem Jahr erwartet.

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