Berlin. Die Verbände aus erneuerbarer Anlagentechnik, Gebäudehülle und Energieberatung haben Politikern ein Gutachten für ein neues gebäudemodernisierungsgesetz erneuerbare energie vorgelegt. Ziel ist ein flexibler Ansatz, der die Unabhängigkeit von fossilen Energien steigert und Klimaschutzziele unterstützt.
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Das vorgestellte Gutachten von ITG Dresden und FIW München betont die Bedeutung von erneuerbaren Heizsystemen kombiniert mit Maßnahmen an der Gebäudehülle. Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz hebt hervor, dass ein Ersatz alter Gasheizungen durch effizientere Anlagen allein nicht ausreicht, um die CO2-Emissionen ausreichend zu senken. Die CO2-Minderung liegt hier bei 50 bis 90 Prozent, abhängig von der verwendeten Technik.
Energieeinsparung durch optimale Gebäudehülle
Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm erläutert, dass Sanierungen der Gebäudehülle den Endenergieverbrauch und die Kosten signifikant senken können. Dies entlastet gleichzeitig die Stromnetze in der Wintersaison und reduziert den Bedarf an neuer Infrastruktur. Die Kombination aus effizienter Gebäudehülle und erneuerbaren Heiztechnologien sei daher kein Widerspruch, sondern ergänzt sich optimal.
Bedeutung individueller Sanierungslösungen
Jan Peter Hinrichs vom Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) betont, dass die energetische Situation der Immobilien sehr unterschiedlich sei. Daher sollten Eigentümer gemeinsam mit Energieberatern vor Ort maßgeschneiderte Modernisierungslösungen besprechen. Die Wärmewende benötige ein Zusammenspiel aller Maßnahmen, von der neuen Heizung bis zur Hülle.
„Das reformierte Gebäudeenergiegesetz muss Verbrauchern eine klare Orientierung geben, welche Wege zu einem zukunftssicheren Zuhause führen“, sagte Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e.V.
Rolle der Energieberatung
Der GIH-Bundesverband unterstreicht die Bedeutung der Energieberater in der Umsetzung. Benjamin Weismann erklärt, dass die Senkung des Energiebedarfs neben der CO2-Minderung ein zentraler Erfolgsfaktor sei. Anerkennung und Förderung von Sanierungen an der Gebäudehülle seien ein Fortschritt und kommen dem Wunsch vieler Eigentümer entgegen, Energiekosten zu sparen.
- Über 1.300 Unternehmen engagieren sich im Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
- Der BuVEG vereint Hersteller aller am Gebäude beteiligten Produkte.
- GIH vertritt über 5.500 Energieberater in Deutschland.
Beispielhafte Maßnahmen und Beratungsangebote finden Hausbesitzer unter anderem auf regionalupdate.de und https://www.waermepumpe.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Ausblick auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz
Das neue gebäudemodernisierungsgesetz erneuerbare energie soll künftig die Sanierung von Bestandsgebäuden stärker unterstützen und dabei individuelle Lösungen ermöglichen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine bessere Orientierung bei der Wahl effizienter Heiz- und Dämmtechnik sowie mehr Planungssicherheit in Bezug auf Investitionen.
Geplant sind dabei auch Regelungen, die den Einbau neuer Gasheizungen nur dann zulassen, wenn diese die Abhängigkeit von fossilen Energien nicht weiter erhöhen. Die Zusammenarbeit von Verbänden und Politik soll sicherstellen, dass Sanierungsmaßnahmen langfristig wirtschaftlich sind und zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele beitragen.
Weitere Informationen zum Thema Energiesparen und Gebäudesanierung bietet unter anderem das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf www.bmwi.de. Interessierte Hausbesitzer finden dort auch Fördermöglichkeiten und Beratungshinweise.