Bochum. Mit dem Präventionsprojekt „SOULFOOD“ unterstützen die Universitätsmedizin Essen und mehrere Betriebskrankenkassen die Mitarbeitenden im Krankenhaus dabei, gesundheit klinikalltag resilient zu bleiben. Das Programm kombiniert Mind-Body-Medizin, naturheilkundliche Selbsthilfestrategien und gesunde Ernährung, um Stress abzubauen und die Resilienz zu stärken.
Gesund und Resilient
Herausforderungen im Krankenhausalltag
Pflegekräfte und Ärzte in Kliniken stehen unter einem enormen Druck. Hohe Arbeitsdichte, Zeitknappheit und häufige Teamkonflikte erschweren den Arbeitsalltag. Studien aus Essen belegen, dass 87 % der Pflegekräfte mit steigenden Belastungen rechnen und bis zu 70 % der Ärztinnen und Ärzte Symptome von Burn-out zeigen. Diese Faktoren wirken sich nicht nur auf das Wohlbefinden des Personals aus, sondern können auch die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigen.
Das SOULFOOD-Präventionsprogramm
Das Projekt „SOULFOOD“ der Universitätsmedizin Essen richtet sich gezielt auf diese Probleme. In kleinen Gruppen werden Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und Resilienz entwickelt, die sich direkt in den Klinikalltag integrieren lassen. Ergänzend erhalten die Teilnehmenden digitale und analoge Materialien, um das Gelernte auch zuhause umzusetzen. Finanziert und koordiniert wird das Programm gemeinschaftlich vom BKK-Landesverband NORDWEST und beteiligten Krankenkassen wie VIACTIV, novitas BKK und Pronova BKK.
„Die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und im Alltag gut umzusetzenden Maßnahmen, die zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit des Klinikpersonals führen, ist es, was dieses Projekt so spannend macht“, sagte Markus Müller, Vorstand der VIACTIV.
- Multimodaler Ansatz mit Mind-Body-Medizin, naturheilkundlichen Methoden und Ernährung
- Fokus auf Stressabbau, Resilienzförderung und Gesundheitskompetenz
- Unterstützung im Alltag und zuhause
Wissenschaftliche Grundlage und praktische Umsetzung
Die konzipierten Maßnahmen basieren auf Befunden und Bedarfsanalysen des Universitätsklinikums Essen. Das Projekt berücksichtigt die vielfältigen Herausforderungen des Klinikpersonals, wie Personalmangel und Zeitdruck. Dabei werden die Mitarbeitenden auch aktiv in die Entwicklung des Programms eingebunden, um eine wirkungsvolle Umsetzung sicherzustellen. Ziel ist es, das Präventionsangebot als Modell für andere Kliniken und Einrichtungen zu etablieren.
„SOULFOOD ist deshalb mehr als ein Kurs – es ist eine Blaupause, die als Modell für andere Kliniken und Unternehmen dienen kann“, betont Dr. Dirk Janssen, Vorstand des BKK-Landesverbands NORDWEST.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss: Regionale Bedeutung und nächste Schritte
Das SOULFOOD-Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit von Klinikpersonal in der Region Essen und dem Ruhrgebiet. Für die Mitarbeitenden bedeutet dies eine Unterstützung im anspruchsvollen Klinikalltag durch präventive Angebote, die sich praktisch umsetzen lassen und langfristig die Leistungsfähigkeit erhalten. Weitere Schritte umfassen die Evaluation des Programms sowie die Ausweitung auf weitere Kliniken.
Interessierte können sich auf regionalupdate.de über weitere Präventions- und Gesundheitsinitiativen im Ruhrgebiet informieren. Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung bietet die offizielle Webseite der BKK-Landesverbände.
SOULFOOD-Projekt der Universitätsmedizin Essen
Infos zur Betrieblichen Gesundheitsförderung beim BKK-Landesverband NORDWEST