In einer bislang einzigartigen Recherche haben die Tierrechtsorganisation ANINOVA sowie die Tierschützer*innen Malte Zierden (Tierschutz Content-Creator) und Phia Quantius (Autorin) Pelzfarmen in Finnland dokumentiert. In einer nächtlichen Aktion, sowie tagsüber entstanden erschütternde Bilder, emotionale Drohnenaufnahmen und ein eindringliches Video von Füchsen und Marderhunden, die für die Pelzproduktion gezüchtet werden. Die Eindrücke der finnischen Pelzindustrie haben Malte Zierden und Phia Quantius tief erschüttert. Pelz aus Finnland wird auch in Deutschland als vermeintliches Luxusprodukt verkauft. Mit der Recherche wollen ANINOVA, Malte Zierden und Phia Quantius die Öffentlichkeit aufrütteln und unmissverständlich zeigen, dass es keinen Pelz ohne Tierleid gibt, unabhängig davon, woher der Pelz stammt oder mit welchen Labels er vermarktet wird / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/115581 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

ANINOVA dokumentiert Tierquälerei auf finnischen Pelzfarmen

Hamburg. Eine jüngste Recherche der Tierrechtsorganisation ANINOVA gemeinsam mit den Tierschützern Malte Zierden und Phia Quantius wirft ein Schlaglicht auf das Thema Pelz Tierschutz Finnland. Dabei dokumentieren sie erstmals umfangreiche Missstände in finnischen Pelzfarmen, die erhebliches Tierleid verursachen.

Tierleid in Finnland: Einblick in die Pelzindustrie und Tierschutzprobleme

Die Recherche konzentrierte sich auf die Region Ostrobothnia im Westen Finnlands, einem Zentrum der Pelzproduktion in Europa. Das Team besuchte in einer nächtlichen Aktion sowie tagsüber mehrere Farmen und fertigte Drohnenaufnahmen an, welche die Ausmaße der Pelzindustrie dokumentieren. Gefangen in engen Drahtkäfigen sind dort Füchse und Marderhunde, die hauptsächlich für den internationalen Markt gezüchtet werden.

Dokumentation und Beobachtungen vor Ort

Anhand von Zuchtkarten konnten die Tierschützer Farmsiegel des Pelz-Auktionshauses Saga Furs identifizieren, das mit eigenen Tierwohl-Zertifikaten wirbt. Die Vor-Ort-Aufnahmen zeigten jedoch zahlreiche Tiere mit Verletzungen, apathischem Verhalten und stereotypen Bewegungen, was auf massive Haltungsprobleme hindeutet. Diese „Monsterfüchse“ sind das Ergebnis extremer Zuchtmethoden, die das Wohl der Tiere mindern.

„An diesem Ort bleibt kein Raum mehr für Hoffnung. Ich sah dort unzählige wehrlose Seelen in engen Käfigen. In ihren Augen lag nur noch Schmerz. Diese Blicke werden mich für immer begleiten“, sagte Malte Zierden.

Kritik an Zertifizierungssystemen und politische Entwicklungen

Saga Furs bewirbt das „WelFur System“ als Maßnahme zur Förderung von Tierwohl und Rückverfolgbarkeit. Tierschutzorganisationen bemängeln seit Jahren, dass solche industrieeigenen Labels grundlegende Probleme wie die Käfighaltung von Wildtieren nicht beseitigen. Finnland produziert laut des Statistikberichts 2025 des Verbandes FIFUR jährlich über 650.000 Pelze, vor allem von Füchsen und Nerzen. Politisch gerät die Branche zunehmend unter Druck. Die Europäische Union prüft die Bürgerinitiative Fur Free Europe, mit einer Entscheidung bis März 2026. Polen hat 2025 ein landesweites Pelzverbot erlassen, was als Signal an die Branche gilt.

„Pelz gehört verboten. Kein Trend rechtfertigt dieses Leid“, so die Tierschützerin Phia Quantius.

  • Region Ostrobothnia als Pelzzentrum Finnlands
  • Rund 303.000 Fuchspelze und 350.000 Nerzpelze pro Jahr produziert
  • 442 bis 600 Pelzfarmen in Finnland aktiv
  • EU-weite politische Initiativen gegen Pelzindustrie

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Praktische Bedeutung der Pelzdebatte für Verbraucher in Deutschland

Auch in Deutschland wird Pelz aus Finnland als Luxusprodukt verkauft, ohne dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher den tatsächlichen Ursprung oder die damit verbundenen Tierleiden kennen. Echte Pelze werden teilweise als Kunstpelz deklariert, was zu einer Täuschung führt. Die Tierrechtsorganisationen appellieren, ganz auf den Erwerb von Pelz zu verzichten, um die Nachfrage und folglich das Tierleid zu reduzieren. Regionale Handelsketten und Verbraucher sind gefragt, sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Zukünftige Entwicklungen auf EU-Ebene und regionale Verbote könnten die Situation in den kommenden Jahren verändern. Weitere Informationen zur Recherche und zum Thema Pelz finden Interessierte bei regionalupdate.de sowie auf der Website von ANINOVA aninova.org.


Quellen:
ANINOVA e.V. Pressemitteilung (2024)
FIFUR Statistikbericht 2025
EU Bürgerinitiative Fur Free Europe (offizielle Seite)

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