Negativrekord bei Großinsolvenzen in Deutschland 2025

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Hamburg. Die Zahl der Großinsolvenzen Deutschland 2025 erreicht mit 94 Fällen einen neuen Höchststand seit Beginn der Analysen im Jahr 2015. Insbesondere der Dienstleistungssektor, die Automobil-, Chemie- und Metallbranche sind von den Insolvenzen stark betroffen.

Insolvenzen steigen stark

Die jüngste Analyse von Allianz Trade zeigt, dass deutschlandweit im Jahr 2025 insgesamt 94 Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 50 Millionen Euro Insolvenz anmelden mussten. Das entspricht einem Anstieg von 8 % gegenüber 2024, als 87 Fälle registriert wurden. Damit macht Deutschland etwa 20 % der weltweit 475 Großinsolvenzen aus.

Betroffene Branchen und Entwicklungen im Jahresverlauf

Besonders stark betroffen war der Dienstleistungssektor mit 14 Großinsolvenzen, darunter neun Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Weitere Branchen mit hohen Fallzahlen sind die Automobilbranche (12), die Chemie- und Metallindustrie (jeweils 11), sowie das Baugewerbe (10) und der Einzelhandel (9). Während im ersten Halbjahr 2025 die Fallzahlen leicht zurückgingen, kam es im zweiten Halbjahr, insbesondere im vierten Quartal mit 37 Fällen, zu einem deutlichen Anstieg.

Globale und wirtschaftliche Zusammenhänge

Weltweit beobachtete Allianz Trade im Jahr 2025 eine Großinsolvenz alle 18 Stunden. Der Gesamtumsatz der insolventen Großunternehmen stieg weltweit auf 208 Milliarden Euro, bedingt durch besonders große Fälle in den USA und China. In Deutschland sank der Gesamtumsatz der insolventen Unternehmen im Vergleich zu 2024 von knapp 18 Milliarden auf etwa 12 Milliarden Euro.

„Es gab 2025 zwar deutlich mehr Großinsolvenzen in Deutschland, aber die bei den Lieferanten dadurch verursachten Schäden gingen nach dem Höchststand 2024 zurück“, sagte Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade Deutschland. „Das ist zunächst eine gute Nachricht. Eine Entwarnung ist es allerdings nicht.“

Besonders kleine Lieferanten sind durch den Dominoeffekt großer Insolvenzen gefährdet, da sie oft von wenigen großen Abnehmern abhängen. Die Analyse warnt davor, dass Unternehmen weiterhin wachsam im Risikomanagement bleiben sollten.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen stiegen diese weltweit um schätzungsweise 6 %, in Deutschland sogar um 11 %. Für das Jahr 2026 wird ein weiterer Anstieg um etwa 1 % in Deutschland erwartet, mit einer Abschwächung der Dynamik.

Beispiel:

  • Weltweit 475 Großinsolvenzen 2025
  • Deutschland 94 Großinsolvenzen (+8 %)
  • Dienstleistungssektor mit Schwerpunkt Kliniken besonders betroffen
  • Gesamtumsatz der insolventen Unternehmen in Deutschland bei etwa 12 Milliarden Euro

Mehr zu den wirtschaftlichen Folgen von Insolvenzen in Deutschland lesen Sie auf regionalupdate.de. Ausführliche Zahlen und internationale Vergleiche stellt Allianz Trade auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Auswirkungen auf die Region und Ausblick

Die steigende Zahl der Großinsolvenzen in Deutschland bedeutet für die regionale Wirtschaft eine erhöhte Unsicherheit. Besonders für kleine Unternehmen in Lieferketten kann dies zu erheblichen Problemen führen. Bürgerinnen und Bürger sind über mögliche Arbeitsplatzverluste und Versorgungsschwierigkeiten informiert, vor allem wenn Dienstleistungsunternehmen wie Kliniken betroffen sind.

Experten der Allianz Trade erwarten für 2026 eine weiterhin steigende, wenn auch leicht abflachende Tendenz bei den Insolvenzzahlen in Deutschland. Erste Anzeichen einer Erholung sind frühestens für 2027 prognostiziert. Unternehmen sind daher angehalten, präventive Maßnahmen im Risikomanagement zu verstärken.

Für aktuelle regionale Entwicklungen und weiterführende Informationen zu Insolvenzen und deren Folgen empfiehlt sich die regelmäßige Lektüre von regionalupdate.de. Dort finden Sie auch Tipps zum Umgang mit Risiken sowie Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betroffene.

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