Berlin. Auf der Fruit Logistica 2026 präsentierten die Verbände AUGURA und ASBAMA gemeinsam mit der kolumbianischen Botschafterin und ProColombia Forderungen zur Stärkung der kolumbianischen nachhaltigen Bananen auf dem europäischen Markt. Dabei betonten sie die Notwendigkeit geteilter Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette.
Nachhaltige Banane sichern
Die kolumbianischen nachhaltigen Bananen sind geprägt von hohen Anforderungen an Qualität, Sozialstandards und Umweltmanagement. AUGURA und ASBAMA stellten auf dem „Banana Secure Value Forum“ eine einheitliche Position vor, mit der sie europäische Importeure und Handelsunternehmen zum Mittragen der entstehenden Kosten auffordern.
Herausforderungen in der Branche
Neben steigenden Investitionen zum Erhalt sozialer und ökologischer Standards gehören auch logistische Sicherheit und Regulierungen zu den zentralen Themen. Die Verbände weisen darauf hin, dass die Mehrkosten für nachhaltige Produktion derzeit überwiegend von den Produzenten getragen werden.
Forderung nach geteilter Verantwortung
„Wir können nicht von Nachhaltigkeit sprechen, wenn wir die tatsächlichen Anstrengungen und Kosten nicht sichtbar machen, die der kolumbianische Produzent auf sich nimmt“, sagte Emerson Aguirre Medina, Präsident von AUGURA.
Auch José Francisco Zúñiga Cotes, Präsident von ASBAMA, unterstrich die Notwendigkeit fairer Kostenverteilung entlang der Lieferkette:
„Jetzt ist der Moment gekommen, die Verantwortung entlang der gesamten Kette zu teilen und so die Nachhaltigkeit des Sektors zu sichern.“
- AUGURA vertritt Bananenproduzenten aus Antioquia und Magdalena, Kolumbien.
- ASBAMA bündelt die Interessen der Produzenten aus Magdalena und La Guajira.
- Beide Organisationen setzen sich seit Jahrzehnten für nachhaltigen Anbau und faire Handelsbedingungen ein.
Beide Verbände sehen in gemeinsamen Verpflichtungen den Weg zu einem fairen und stabilen Markt für Produzenten, Händler und Verbraucher.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung nachhaltiger Bananenproduktion
Für Kolumbien, als wichtigen Exporteur von nachhaltigen Bananen, ist die Sicherung der Lieferkette essenziell für die wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig profitieren europäische Verbraucher von hochwertigen Produkten, die unter sozial-ökologischen Standards hergestellt werden. Konkret bedeutet dies auf regionaler Ebene mehr Investitionen in Arbeitsbedingungen, Umweltschutz sowie in die gesamte Infrastruktur der Produktion und des Exports.
Künftig sollen europaweit gemeinsame Verpflichtungen zwischen Produzenten, Importeuren und Einzelhandel sicherstellen, dass die Kosten für Nachhaltigkeit gerecht verteilt werden. Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit im Bananensektor bietet die Webseite der Fruit Logistica und ergänzende Hintergrundinfos dazu finden sich auf regionalupdate.de.
Damit setzt Kolumbien weiterhin Impulse für verantwortungsvollen Handel und stärkt seine Position auf dem europäischen Markt der nachhaltigen Lebensmittel.