Wernigerode. Die energetische Sanierung Wernigerode steht auch 2026 im Fokus der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW). Im 35. Jahr des kommunalen Wohnungsunternehmens setzen die laufenden Modernisierungsarbeiten in den Wohngebieten Burgbreite und Stadtfeld die Maßstäbe.
Modernisierung für Zukunft
Kontinuierliche Sanierungsmaßnahmen in Wernigerode
Seit 2021 hat die GWW über 19 Millionen Euro in die energetische Sanierung von Plattenbauten investiert. Bereits 600 Wohnungen wurden modernisiert, wovon rund 1.600 Bewohner profitieren. In 2025 wurde die Sanierung der Elise-Crola-Straße 2-4 abgeschlossen. Für 2026 sind die Häuser Nummer 6 bis 10 und 2027 die Nummern 12 bis 18 vorgesehen. Geschäftsführer Christian Zeigermann hebt hervor:
„Ich freue mich schon auf den Blick der schicken Fassaden, die bereits von der Autobahnabfahrt nach Wernigerode zu sehen sind.“
Neben optischen Verbesserungen zielen die Maßnahmen darauf ab, die Nebenkosten für die Mieter durch energetische Effizienz zu senken. Die GWW arbeitet hierfür eng mit den Stadtwerken zusammen und installiert auf fast allen Plattenbautächern Photovoltaikanlagen. Ziel ist es, über Mieterstromprojekte weitere Einsparungen zu erzielen.
Nachhaltigkeit und soziale Aspekte der Bestandsmodernisierung
Die energetische Sanierung erzeugt nicht nur energieeffiziente Wohnräume, sondern sorgt durch neue Fassaden und moderne Glasbalkone für eine höhere Wohnqualität. Laut aktueller Analyse konnte die GWW die CO2-Intensität ihres Gebäudebestands seit 1990 um 70 Prozent verringern und übertrifft damit das gesetzliche Zwischenziel von 65 Prozent bis 2030.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Sanierung von Leerwohnungen in allen Stadtteilen, nicht nur in den Plattenbaugebieten. Seit 2020 wurden so bereits 400 Wohnungen modernisiert. Die GWW plant, jährlich rund 50 Wohnungen neu auszustatten, um das Angebot jugendgerecht und altersgerecht zu halten. Geplant ist außerdem der Ausbau von Aufzügen, um älteren Mietern ein eigenständiges Wohnen zu ermöglichen. Kooperationen mit sozialen Einrichtungen wie der Diakonie und dem Deutschen Roten Kreuz ergänzen diese Bemühungen.
- Treppenhausinstandsetzungen verbessern die Wohnumgebung seit fünf Jahren.
- Strangsanierungen bei Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen entsprechen modernen Sicherheits- und Brandschutzstandards.
- Freiflächengestaltung mit Klimagärten sowie neue Spielplätze erhöhen die Attraktivität der Quartiere.
Beispielhaft für die Freiflächengestaltung ist der bereits fertiggestellte Klimagarten am Walther-Grosse-Ring. Für 2026 ist der zweite Klimagarten im Ernst-Pörner-Straßen-Areal geplant, der mit rigolenbasierter Bewässerung, klimaresistenten Bäumen und neuen Spiel- und Freizeitangeboten aufwartet.
Kunst und Identität im Wohnumfeld
Die GWW fördert auch künstlerische Gestaltung an ihren Gebäuden, um Identität und Orientierung zu schaffen. Der Street-Art-Künstler Alessio B. wird 2026 weitere Fassaden in Burgbreite und Stadtfeld gestalten. Schüler der Gesamtschule Burgbreite beteiligen sich dabei. Der deutsche Pop-Art-Künstler Moritz Götze ergänzt seine Arbeiten mit einem Erdbeer-Motiv am Walther-Grosse-Ring.
Die so entstehenden Kunstwerke tragen zur Aufwertung der Quartiere bei und verbinden kulturelle Elemente mit dem städtebaulichen Umfeld.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Nachhaltige Entwicklung des Wohnraums in Wernigerode
Die GWW betreut in Wernigerode rund 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Etwa 7.500 Menschen wohnen bei dem kommunalen Vermieter, hauptsächlich in den Gebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und Benzingerode. Neben Wohnungen verwaltet die GWW Gewerbeeinheiten und kulturelle Einrichtungen und engagiert sich als Bauherr für neue Schulgebäude und energieeffiziente Wohnhäuser.
Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet die kontinuierliche Modernisierung eine höhere Lebensqualität durch energetische Einsparungen, verbesserte Gebäudesicherheit, attraktive Freiräume und altersgerechte Wohnungen. Die gezielte Investition in nachhaltige Sanierungen ist ein langfristiges Vorhaben, das der GWW gesellschaftliche Verantwortung und sozialen Auftrag zugleich ist.
Die geplanten Maßnahmen in 2026 umfassen:
- Abschluss weiterer energetischer Sanierungen in der Elise-Crola-Straße
- Fortsetzung der Leerwohnungssanierungen mit jährlich etwa 50 Einheiten
- Ausbau der Freiflächen mit neuem Klimagarten und Spielplätzen
- Umsetzung von Aufzugsanbauten für barrierefreies Wohnen
- Integration von Kunstprojekten zur Quartiersentwicklung
Weitere Informationen zu den Wohnungsangeboten und Sanierungsprojekten der GWW sind online verfügbar unter GWW Wernigerode. Allgemeine Hinweise zur energetischen Sanierung bietet auch die Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unter BMWK – Energetische Sanierung.
Auf regionalupdate.de finden Sie ebenfalls weitere Beiträge zur Stadtentwicklung in Wernigerode und der Region Harz.