Freren. Hans-Georg Felder arbeitet seit vielen Jahren im Profifußball und hat sich auf die Beratung und Begleitung von Trainern spezialisiert. Im Gespräch mit Regional Update gibt er Einblicke in seinen Werdegang, in die datenbasierte Vermittlung von Trainerprofilen und in die persönlichen Faktoren, die seine tägliche Arbeit prägen. Das Hauptkeyword Interview Spielerberater Karriere beschreibt dabei treffend den thematischen Kern des Beitrags.
Vom Sportstudium zur Trainerberatung
Der Weg von Hans-Georg Felder ins Sportbusiness begann an der Deutschen Sporthochschule Köln. Nach Tätigkeiten im Profifußball und einem Einsatz als PR-Manager bei der Leichtathletik-EM wechselte er 2018 in die Agentur Siebert und Backs Fußballmanagement GmbH. Ziel war es, eine eigenständige Trainerschiene aufzubauen. Felder beschreibt diese Zeit als logische Ergänzung seiner bisherigen Arbeit, da er in den Jahren zuvor zahlreiche Trainer begleitet und ein breites Netzwerk im Profisport sowie in den Sportmedien aufgebaut hatte.
Sein Aufgabenfeld umfasst heute die Betreuung junger und etablierter Trainer. „Wir sammeln fortlaufend Informationen, um zu wissen, welcher Verein einen Trainer sucht“, erklärt Felder im Interview. Da Trainer unabhängig von Transferfenstern verpflichtet werden können, sei Flexibilität entscheidend. Die Vermittlung basiert zunehmend auf Datenanalysen, um für Vereine passende Kandidaten zu identifizieren und Gespräche anzubahnen. Ein prägendes Erlebnis blieb für ihn eine Vertragsverhandlung beim FC Bayern, die er gemeinsam mit seinem Agenturpartner Stefan Backs führte. Mehr zur Agentur ist über die Unternehmensseite https://siebert-backs.de abrufbar.
Herausforderungen und Arbeitsweise im Trainerberuf
Die durchschnittliche Amtszeit eines Trainers liegt laut Felder bei nur 0,9 Jahren. Diese Zahl verdeutlicht die Dynamik des Geschäfts. Die Agentur arbeitet dabei sowohl mit eigenen Klienten als auch mit externen Trainern zusammen, die über Vollmachten in den Vermittlungsprozess eingebunden werden. „Wenn wir es schaffen, dass ein Trainer zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird, ist das bereits ein Erfolg“, sagt Felder. Ab diesem Zeitpunkt liege der weitere Verlauf in den Händen der Vereine. Kommt es zu einer Einigung, übernimmt die Agentur die Vertragsverhandlungen.
Einblicke in strukturelle Entwicklungen des Fußballgeschäfts und weitere Beiträge aus der Region finden sich auch im Bereich Sport.
Persönlicher Ausgleich und Rat für den Nachwuchs
Neben der Tätigkeit im Profifußball spielt für Felder der persönliche Ausgleich eine wichtige Rolle. Er trainiert regelmäßig auf dem Rudergerät und dem Fahrrad-Ergometer, spielt Tennis und Golf und nutzt die Sauna zur Regeneration. Seine Tochter sei für ihn eine zusätzliche Energiequelle im Alltag. Jungen Menschen, die im Sportbusiness Fuß fassen möchten, rät er zu aktiver Vernetzung, zahlreichen Praktika und der Bereitschaft, Gelegenheiten außerhalb des eigenen Umfelds zu nutzen. „Zuhause auf der Couch klingelt niemand, also muss man rausgehen und Leute aus dem Business kennenlernen“, fasst er zusammen.
Das Interview zeigt, wie stark Netzwerke, Informationsmanagement und persönliche Erfahrung die Trainerberatung prägen. Für die Region bietet es zugleich einen Blick hinter die Kulissen eines Berufsfeldes, das selten öffentlich sichtbar ist, aber entscheidend zur sportlichen Entwicklung beiträgt.