Frankfurt am Main. Allergien nehmen zu – das zeigt der neue Allegra® Allergieatlas 2026 eindrücklich. Vor allem allergischer Schnupfen und Augenbeschwerden treten inzwischen häufiger, länger und schon früher im Jahr auf, was Experten mit den Folgen des Klimawandels und veränderten Umweltfaktoren in Verbindung bringen.
Allergien nehmen zu
Häufigkeit und Intensität der Beschwerden steigen
Der Allegra® Allergieatlas 2026 basiert auf einer Befragung von 3.560 Betroffenen in Deutschland. Er zeigt, dass 73 Prozent der Teilnehmer über allergischen Schnupfen und 59 Prozent über Augenbeschwerden klagen. Rund ein Drittel berichtete von einer Verschlechterung ihrer Symptome in den letzten Jahren. Auch der Beginn der Beschwerden hat sich verändert: Fast ein Viertel der Befragten spürt allergische Symptome heute früher im Jahr, 21 Prozent berichten von einer längeren Belastungszeit und 13 Prozent von häufigeren Episoden. Besonders Frauen leiden mit 45 Prozent häufiger unter durchgehenden Beschwerden als Männer.
„Wir erleben zum Beispiel, dass bereits im Dezember Erle- und Haselpollen in der Luft sind. Selbst wenn noch kein Pollenflug sichtbar ist, kann das Allergen schon messbar sein“, erläutert Prof. Dr. Torsten Zuberbier von der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Klima und Umwelt verschärfen Allergiesituation
Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung ist der Klimawandel. Mildere Winter und längere Vegetationsperioden führen zu einer längeren Pollensaison mit früherem Symptombeginn. Zudem beeinflussen Umweltfaktoren die Intensität der allergischen Reaktionen. Erhöhte CO2- und Ozonwerte verstärken die allergene Wirkung der Pollen. Auch Pilzsporen reagieren stärker auf die veränderten Bedingungen, weshalb Schimmelpilzallergien zunehmen. Die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten wie Ambrosia stellt zusätzlich eine Belastung dar, da deren Allergene oft nicht ausreichend erfasst werden.
- Frühere und längere Pollensaison
- Verstärkte Allergene durch Umweltbelastungen
- Zunahme von Schimmelpilzallergien
- Ausbreitung invasiver Pflanzen
Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Die Beschwerden betreffen vor allem Nase und Augen. Starker Niesreiz, Juckreiz und verstopfte Nase belasten die Betroffenen am meisten. Augenbeschwerden äußern sich vor allem durch Juckreiz, Tränenfluss und Rötungen. Auch Hautreaktionen sowie allergisches Asthma sind häufig.
Behandelt wird mit modernen Antiallergika, die entweder systemisch wirken oder gezielt für Nase und Augen eingesetzt werden können. Allegra® Allergietabletten mit dem Wirkstoff Bilastin sind schnell wirksam und machen nicht müde. Augentropfen wie Optilegra® und Nasensprays wie NasAllegra® bieten zusätzliche Optionen für spezifische Beschwerden. Die Auswahl der Therapie sollte individuell auf die Symptome abgestimmt werden.
„Sind mehrere Organsysteme betroffen – auch beim Fokus auf geröteten Augen und Niesreiz – bleibt das systemische Antihistaminikum die Therapie der ersten Wahl“, betont Prof. Zuberbier.
Bedeutung des richtigen Zeitpunkts und der individuellen Therapie
Die Umfrage zeigt, dass die meisten Betroffenen ihre Medikamente selbstständig anwenden. Eine rechtzeitige Einnahme von Antihistaminika kann die Symptome mildern. Prof. Zuberbier vergleicht die Wirkung mit einer Steckdosensicherung: „Diese muss installiert sein, bevor das Histamin ausgeschüttet wird.“
Das Ziel ist eine einfache, schnell und langanhaltend wirksame Behandlung, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Eine Beratung in der Apotheke wird empfohlen, um die passende Therapie zu finden.
Weitere Informationen zum Thema Allergien und Behandlungsmöglichkeiten bietet unter anderem der Allergieatlas 2026. Zusätzlich erhalten Interessierte hilfreiche Tipps bei der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Allergien vor Ort: Auswirkungen und Handlungsempfehlungen
Allergien sind eine wachsende Herausforderung für die Bevölkerung in Frankfurt am Main und der umliegenden Region. Die verlängerte Pollensaison führt zu längeren Belastungszeiten für Allergiker, was insbesondere das Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinträchtigt. Freizeitaktivitäten und Schlaf werden oft durch Symptome eingeschränkt.
Vorbeugung und gezielte Behandlung gewinnen deshalb an Bedeutung. Betroffene werden angehalten, sich rechtzeitig beraten zu lassen und geeignete Medikamente zu verwenden. Apotheken vor Ort bieten eine wichtige Anlaufstelle für individuelle Beratung. Zudem ist das Bewusstsein für den Einfluss von Klimafaktoren und die Ausbreitung neuer Allergene zunehmend Teil regionaler Gesundheitsstrategien.
Langfristig gewinnt die Erforschung moderner Therapeutika an Gewicht, um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden. Die regionale Gesundheitsversorgung passt ihre Angebote kontinuierlich an, um den steigenden Bedürfnissen gerecht zu werden.
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