Nicht zu bremsen: Immer mehr Frauen bringen frischen Schwung ins Kfz-Gewerbe / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/116601 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Immer mehr Frauen starten Ausbildung im Kfz-Gewerbe

Losheim am See. Die Zahlen zur Frauen Kfz Ausbildung zeigen eine positive Entwicklung: Immer mehr junge Frauen entscheiden sich für eine Berufsweg im Kfz-Gewerbe, das traditionell von Männern dominiert ist. Besonders bei Ausbildungen zur Kfz-Mechatronikerin und Prüfingenieurin wächst der Anteil weiblicher Fachkräfte stetig.

Frauen erobern Kfz-Branche

Die Kfz-Branche erlebt derzeit einen Wandel, der vor allem von einem deutlichen Zuwachs an Frauen in Ausbildungsberufen geprägt ist. Laut Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung stieg die Zahl der weiblichen Auszubildenden in diesem Bereich deutlich an: Im Jahr 2023 waren 1.509 Frauen als Kfz-Mechatronikerinnen in Ausbildung, was einem Anstieg von über 50 Prozent gegenüber 2019 entspricht. Auch bei den Automobilkaufleuten ist der Anteil weiblicher Azubis mit rund 40,5 Prozent auf einem Rekordhoch. Der Bereich der Fahrzeuglackiererinnen verzeichnet ebenfalls einen Zuwachs von 33 Prozent.

Wandel in Ausbildungsberufen

Neben den klassischen Handwerksberufen wächst der Frauenanteil auch in spezialisierteren Bereichen. Die KÜS-Akademie, eine 1998 gegründete Einrichtung zur Aus- und Weiterbildung von Prüfingenieuren, vermeldet einen Anstieg des Frauenanteils von 2,5 Prozent auf heute das Zehnfache innerhalb von 20 Jahren. Zudem verzeichnet sie innerhalb eines Jahrzehnts ein Wachstum von 127 Prozent bei der Zahl der Prüfingenieurinnen.

Persönliche Erfolgsgeschichten

Mehrere Frauen berichten von ihren Erfahrungen im technischen Kfz-Bereich und bestätigen, dass sich ihr Geschlecht im Arbeitsalltag zunehmend als nebensächlich erweist. Nicole Ebert-Hofer aus Fürth erzählt, dass anfängliche Skepsis gegenüber ihrer Kompetenz mit der Zeit durch Anerkennung ihrer Expertise abgelöst wurde. Gabriele Baur aus Ehingen hebt die Vorteile flexibler Arbeitszeitmodelle für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hervor. Und Alexandra Blum aus Lemgo zeigt, wie sich auch mit Kleinkind Beruf und Familie kombinieren lassen.

Beispielhafte Stimmen aus der Branche verdeutlichen die fortschreitende Integration weiblicher Fachkräfte und wie sich traditionelle Berufsbilder wandeln.

Herausforderungen und Perspektiven

Die Branche steht vor Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und neuen Antriebstechnologien. Deshalb betont die KÜS die Bedeutung vielfältiger Teams und gezielter Förderung weiblicher Talente. Peter Schuler, Hauptgeschäftsführer der KÜS, unterstreicht, dass technische und gesellschaftliche Veränderungen neue Modelle für Ausbildung und Berufserfahrung erfordern.

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Berufliche Selbstständigkeit

Diese Angebote sollen Frauen den Einstieg und Verbleib im Kfz-Gewerbe erleichtern.

„Wer qualifizierte Frauen gewinnen will, muss auch bereit sein, neue Wege zu gehen“, sagte Sebastian Finkler, Leiter der KÜS Akademie GmbH.

Weitere Informationen zur Ausbildung in technischen Berufen finden Interessierte auf regionalupdate.de. Ergänzend bietet die Bundesagentur für Arbeit fundierte Details zur Berufsausbildung in technischen Gewerben.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Frauen in der Kfz-Branche: Was bedeutet das für die Region?

Der zunehmende Anteil von Frauen in der Kfz-Ausbildung und in technischen Berufen bietet für die regionale Wirtschaft Chancen in mehreren Bereichen. Fachkräftemangel in handwerklichen und technischen Berufen ist ein bundesweites Thema, das durch den verstärkten Eintritt von Frauen entschärft wird. Vor Ort können dadurch Werkstätten und Dienstleister besser besetzt werden. Zudem fördern vielfältige Teams neue Impulse und Innovationen.

Für junge Frauen vor Ort entstehen dadurch Perspektiven in zukunftsorientierten und gut bezahlten Berufen, die zugleich durch flexible Arbeitsmodelle mit familiären Anforderungen vereinbar sind. Die KÜS mit mehreren Standorten im Bundesgebiet unterstützt diese Entwicklung durch gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote.

Regionale Bildungsträger und Unternehmen sind angehalten, diese positiven Trends weiter zu fördern und zu begleiten. Neben klassischen Ausbildungsplätzen bieten sich auch Möglichkeiten der beruflichen Selbstständigkeit, die eine individuelle Gestaltung des Arbeitslebens ermöglicht.

Damit Frauen das Kfz-Gewerbe weiter erobern können, sind nachhaltige Maßnahmen und kontinuierliche Informationsarbeit notwendig – ein Thema, das auf regionalupdate.de weiterhin begleitet wird.

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