In seinem Vortrag ging Perkmann auf verschiedene Herausforderungen bei der Erreichung der Klimaziele ein und nahm dabei vor allem die Politik in die Pflicht, aktuelle Rahmenbedingungen zu überdenken. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/75577 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Westfalen-CEO Perkmann zu Vertrauen des Mittelstands in klimafreundliche Politik

Münster. Die Umsetzung einer erfolgreichen Klima- und Energiewende in Deutschland hängt entscheidend vom Mittelstand ab. Die Fokus-Keyphrase klimafreundliche politik mittelstand ist dabei zentral, da vor allem kleine und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten haben, in nachhaltige Technologien zu investieren.

Mittelstand stärkt Energiewende

Der Mittelstand steht vor vielfältigen Herausforderungen bei der Umstellung auf klimafreundliche Geschäftsmodelle. Nach Angaben von Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen-Gruppe, behindern insbesondere unsichere politische Rahmenbedingungen und komplexe Förderprogramme Investitionen in klimafreundliche Technologien. Zudem sind die relativ hohen Energiepreise in Deutschland im internationalen Vergleich einhemmsend für die Wirtschaft.

Hemmnisse bei Investitionen

„Unsichere politische Rahmenbedingungen, fehlende Planungssicherheit und zu komplexe Förderprogramme hemmen Investitionsentscheidungen“, erklärte Perkmann auf der E-World in Essen. Hinzu komme eine geringe Zahlungsbereitschaft für klimafreundliche Produkte sowie die weiterhin starke Wettbewerbsfähigkeit fossiler Energieträger. Diese Faktoren erschweren es mittelständischen Unternehmen, den Ausbau nachhaltiger Lösungen voranzutreiben.

Beispiele aus der Praxis von Westfalen

Westfalen versorgt rund 70.000 Gewerbekunden und beobachtet die Situation des Mittelstands sehr genau. Perkmann berichtete, dass das Unternehmen seine ursprünglich geplanten Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in neue Geschäftsfelder anpassen musste. Besonders der Markt für grünen Wasserstoff wachse aufgrund hoher Kosten nur langsam. Im Vergleich dazu zeigt die Elektromobilität im Pkw-Bereich zukunftsträchtige Entwicklungen. Auch bei der energieeffizienten Wärmepumpentechnologie sehe man Chancen, die allerdings durch politische Verunsicherung, etwa rund um das Gebäudeenergiegesetz, gebremst würden.

„Wenn wir wollen, dass der Mittelstand die Klima- und Energiewende mitträgt, brauchen wir mehr Klarheit, mehr Verlässlichkeit und wirtschaftlich tragfähige Lösungen. Nur dann werden Investitionen wieder in der nötigen Breite stattfinden“, sagte Perkmann.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die regionale Wirtschaft und Ausblick

Für die regionale Wirtschaft in Münster und Umgebung bedeutet dies, dass mittelständische Unternehmen trotz Herausforderungen weiterhin Schlüsselakteure bei der Energiewende bleiben. Ihre Investitionsentscheidungen wirken sich direkt auf die Entwicklung nachhaltiger Technologien und die Reduktion des CO₂-Ausstoßes aus. Praktisch profitieren hier Gewerbekunden von stabileren und nachhaltigen Energieversorgungskonzepten.

Zukünftig sind verlässlichere politische Rahmenbedingungen sowie gezielte Förderung erforderlich, um mittelständischen Firmen Planungssicherheit zu geben. Die Westfalen-Gruppe plant, ihre Transformationsstrategie fortzusetzen und auf technologische Innovationen wie Elektromobilität und Wärmepumpen zu setzen, auch wenn sich die Entwicklung energieintensiver Sektoren wie Wasserstoff derzeit langsamer gestaltet.

Weitere Informationen zur Rolle des Mittelstands in der Energiewende finden Sie auch auf regionalupdate.de sowie unter BMWK – dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

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