Die Storcheneiche 2025 © Franz Frieling

Erste Wildstörche im Tierpark Nordhorn zurück gesichtet

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Nordhorn. Die ersten Wildstörche sind im Tierpark Nordhorn zurückgekehrt, wenn auch verspätet aufgrund der winterlichen Bedingungen. Die Rückkehr der Wildstörche im Tierpark Nordhorn wird in den kommenden Tagen weiter zunehmen.

Wildstörche kehren zurück

Verzögerte Rückkehr durch Winter und Nahrungsmangel

Die ersten Wildstörche in Nordhorn sind in diesem Jahr später als gewohnt angekommen. Während in den Vorjahren die Rückkehr oft schon Ende Januar begann, verzögert sich diese im Februar um rund zwei Wochen. Die Ursache liegt nicht primär in den Temperaturen, sondern im fehlenden Nahrungsangebot vor Ort.

Im Tierpark Nordhorn werden die Wildstörche nicht gefüttert, mit Ausnahme der bekannten Vechtehof-Störchin „Oma“, deren Partner bereits zurückgekehrt ist. Diese natürliche Entwicklung hält die Tiere dazu an, noch einige Tage in schnee- und eisfreien Regionen zu verweilen, bevor sie in den Zoo zurückkehren.

Verhalten der Störche bei der Rückkehr

Die ankommenden Störche suchen zunächst geeignete Nistplätze und beginnen oft mit der Inspektion der bekannten Nester, etwa bei der markanten „Storcheneiche“. Junge Störche ohne Brut-Erfahrung erkunden die Umgebung und kämpfen um Nistplätze oder bauen neue Nester. Altstörche kehren direkt an ihre angestammten Nistplätze zurück und pflegen ihre Nester teilweise durch „Stöckchendiebstähle“ zur Verbesserung.

„Wenn der erste Wildstorch bei uns gesehen wurde, geht es in der Regel Schlag auf Schlag und jeden Tag kehren weitere Störche in die Grafschaft Bentheim und damit auch in den Tierpark zurück!“ sagte Pressesprecherin Ina Deiting.

Entwicklung und Schutz der Wildstörche im Tierpark Nordhorn

Bestandsentwicklung und Herausforderungen

Im Jahr 2014 zählten die Verantwortlichen des Tierparks noch sechs Brutpaare, 2025 waren es erstmals über 40 Paare im Zoo. Aktuell ist die Zahl durch Todesfälle infolge von Vogelgrippefällen in den Überwinterungsgebieten unsicher. Die Anzahl der Wildstörche im Tierpark Nordhorn wird von Experten wie Wilfried Jürges, dem Weißstorchbetreuer der LAG Weißstorchschutz, genau beobachtet und dokumentiert.

Langfristiger Schutz und Kooperationen

Die Schutzbemühungen zielen auch darauf ab, die Wildstörche außerhalb des Zoogeländes anzusiedeln. In Zusammenarbeit mit dem NABU Grafschaft Bentheim wurden Nistplätze in der Vechteaue eingerichtet, um ihnen attraktive Brutplätze zu bieten. Außerdem werden Jungstörche beringt, um das Verhalten und den Bestand zu erfassen und die Naturschutzmaßnahmen zu verbessern.

Die Storchenpopulation hat sich nach einem historischen Tief Mitte des 20. Jahrhunderts in Niedersachsen und speziell in der Grafschaft Bentheim ausgedehnt. Dort gab es bis etwa 1930 keine Brutpaare mehr, 2022 wurden allerdings wieder 69 Paare gezählt, von denen 42 im Tierpark Nordhorn brüten.

Weitere Informationen und aktuelle Berichte zur regionalen Tier- und Naturschutzarbeit sind auf regionalupdate.de verfügbar. Ausführliche Details und Schutzprogramme zum Weißstorch bietet der NABU auf seiner offiziellen Webseite NABU Weißstorchschutz.

Ausblick auf die Storchenbrutsaison im Tierpark Nordhorn

Die nächsten Wochen werden zeigen, wie viele Wildstörche in diesem Jahr den Tierpark Nordhorn als Brutgebiet wählen. Die Zoomitarbeiter und Naturschützer erwarten eine rege Besetzung der Nistplätze. Mit Beginn der eigentlichen Brutsaison startet auch wieder die intensive Beobachtung der Tiere und ihrer Entwicklung. Der Schutz und Erhalt der Wildstörche bleibt weiterhin ein bedeutendes Ziel des Tierparks und seiner Partner.

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