Berlin. Die immobilienpreise deutschland 2025 haben nach Angaben des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erneut deutlich zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien insgesamt um 4,0 Prozent, mit anhaltend höheren Zuwächsen im Wohnungssegment.
Immobilienpreise steigen weiter
Der vdp-Immobilienpreisindex, der auf realen Transaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten basiert, erreichte zum Jahresende 2025 einen Wert von 185,6 Punkten. Damit wurden in allen vier Quartalen deutliche Preissteigerungen verzeichnet. Wohnimmobilien verteuerten sich im Jahresvergleich um 4,2 Prozent, wobei Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 5,3 Prozent die stärkste Preisanhebung zeigten.
Gewerbeimmobilien stiegen ebenfalls, jedoch moderater: Die Preise für Büro- und Einzelhandelsimmobilien legten um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Quartalsvergleich lag die Zunahme bei Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien nahezu gleichauf bei jeweils rund einem Prozent.
Zentrale Faktoren der Preisentwicklung
Die kontinuierliche Nachfrage und der bestehende Wohnraummangel wirken als Haupttreiber für die Preisentwicklung im Wohnimmobiliensektor. Im Gegensatz dazu gestaltet sich die Prognose für den Gewerbeimmobilienmarkt unsicherer, da wirtschaftliche und geopolitische Faktoren hier stärker ins Gewicht fallen.
„Nach der abrupten Zinswende hat der Immobilienmarkt in Deutschland seine Erholungsphase im Jahr 2025 fortgesetzt. Die Preise steigen stetig, jedoch deutlich weniger dynamisch als in der Niedrigzinsphase“, sagte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.
Entwicklung der Mietpreise und Renditen
Die Neuvertragsmieten stiegen im Bereich der Mehrfamilienhäuser um 3,5 Prozent, konnten jedoch nicht mit dem Preisanstieg mithalten. Dies führte zu einem Rückgang der Renditen um 1,7 Prozent auf Jahressicht. In den Top-7-Städten, darunter Berlin, Frankfurt am Main und München, lagen die Preissteigerungen mit durchschnittlich 4,7 Prozent sogar über dem Bundesdurchschnitt. Frankfurt am Main verzeichnete mit 5,7 Prozent das stärkste Wachstum bei Wohnimmobilienpreisen.
- Wohnimmobilien in den Top-7-Städten: +4,7 % Preissteigerung
- Neuvertragsmieten bundesweit: +3,5 %
- Renditerückgang bei Wohnimmobilien: -1,7 %
Maßnahmen für den Wohnungsmarkt
Um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu fördern, fordert der vdp verstärkte politische Impulse. Dabei setzt Jens Tolckmitt insbesondere auf staatliche Bürgschaften zur Finanzierung von Wohnungsneubau. Diese könnten die Kosten für Darlehen senken und Neubau wieder wirtschaftlich attraktiv machen.
„Eine der politischen Prioritäten im Jahr 2026 muss die Schaffung von Wohnraum zu bezahlbaren Preisen sein“, betonte Tolckmitt.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die regionale Entwicklung und Ausblick
Die steigenden immobilienpreise deutschland 2025 spiegeln auch regionale Unterschiede wider, mit besonders starkem Wachstum in den großen Metropolregionen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem eine Verschärfung bei der Nachfrage nach Wohnraum und steigende Kaufpreise. Die Politik ist daher gefordert, geeignete Maßnahmen umzusetzen, um die Wohnungssituation zu entspannen.
Geplante Maßnahmen wie der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung werden als wichtige Schritte gesehen, die jedoch auf kommunaler Ebene mit konkreten Umsetzungsschritten ergänzt werden müssen. Die Einführung staatlicher Bürgschaften für den Wohnungsneubau könnte hier eine entscheidende Rolle spielen.
Weitere Informationen zum Thema Immobilienmarkt und regionalen Entwicklungen finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Verbands deutscher Pfandbriefbanken pfandbrief.de.
Quellen: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V., Deutsche Bundesbank, vdpResearch