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Herzinfarkt, Schlaganfall und Sepsis: Warnzeichen erkennen

Berlin. Jährlich sterben in Deutschland rund 44.000 Menschen an Herzinfarkt, etwa 36.000 an Schlaganfall sowie mindestens 85.000 an Sepsis. Fachleute fordern daher mehr Aufklärung, um die Warnzeichen dieser lebensbedrohlichen Notfälle frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig den Notruf 112 zu wählen. Die Aufklärungsaktion am Tag des Notrufs macht auf die Bedeutung der schnellen Hilfe bei Herzinfarkt Schlaganfall Sepsis aufmerksam.

Warnzeichen schnell erkennen

Herzinfarkt, Schlaganfall und Sepsis treten meist außerhalb von Krankenhäusern auf und zeigen häufig unspezifische Symptome. Dies erschwert die rechtzeitige Identifizierung und verzögert oft die medizinische Versorgung.

Herzinfarkt: Symptome und Risiken

Typische Anzeichen eines Herzinfarkts sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen im Brustkorb, die mehr als fünf Minuten andauern. Diese können in Arme, Hals oder Kiefer ausstrahlen. Frauen zeigen zudem häufiger Oberbauchschmerzen und Übelkeit, die leicht mit Magenproblemen verwechselt werden. Prof. Dr. Ulf Landmesser von der Charité betont, dass Verzögerungen beim Notruf schwerwiegende Folgen wie Herzmuskelgewebeverlust oder Herzstillstand haben können.

Schlaganfall erkennen mit dem FAST-Test

Die häufigsten Schlaganfallsymptome sind plötzliche Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen sowie starke Kopfschmerzen. Das Erkennen mit dem FAST-Test erleichtert Laien die schnelle Einschätzung: Face (Gesichtslähmung), Arms (Armschwäche), Speech (Sprachstörung) und Time (sofort 112 wählen). Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bietet zudem eine kostenlose App zur Symptomerkennung an, die in Deutsch, Englisch und Türkisch verfügbar ist.

Sepsis als gefährlicher Notfall bei Infektionen

Sepsis entsteht als lebensbedrohliche Überreaktion des Körpers auf Infektionen. Warnzeichen sind starkes Krankheitsgefühl, Verwirrtheit, Atemnot, Herzrasen sowie kalte, feuchte Haut. Dr. Ruth Hecker vom Aktionsbündnis Patientensicherheit warnt, dass viele Menschen Sepsis-Symptome nicht kennen, obwohl viele Todesfälle durch schnelle Behandlung vermeidbar wären. Bei Verdacht muss sofort die 112 angerufen werden.

Beispiel:

  • Plötzliche Brustschmerzen beim Herzinfarkt
  • Lähmungen beim Schlaganfall
  • Verwirrtheit bei Sepsis

Diese Symptome bedürfen umgehender medizinischer Reaktion, um ernste Folgeerscheinungen zu verhindern.

„Beim Herzinfarkt ist das Zögern vor der 112 fatal, weil der Infarkt zum Absterben von Herzmuskelgewebe führt und eine Herzschwäche droht“, sagte Prof. Dr. Ulf Landmesser.

„Time is brain“ heißt praktisch: Jede Minute ohne Behandlung verschlechtert die Chancen für eine Genesung“, erklärte Prof. Dr. Darius G. Nabavi von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

„Die wenigsten Menschen wissen, woran sie eine Sepsis erkennen. Diese Wissenslücke kostet täglich hunderte Menschenleben“, sagte Dr. Ruth Hecker.

Am Berliner Hauptbahnhof informieren die beteiligten Organisationen in einer gemeinsamen Aktion über die Symptome dieser Notfälle. Ein kostenloser Flyer fasst die wichtigsten Warnzeichen zusammen und erleichtert so die schnelle Hilfe. Die europaweit gültige Notrufnummer 112 ist im Ernstfall die direkte Verbindung zum Rettungsdienst.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Herzinfarkt Schlaganfall Sepsis: regionale Bedeutung und praktische Hinweise

Die hohe Zahl der Todesfälle durch Herzinfarkt, Schlaganfall und Sepsis unterstreicht die Bedeutung von Prävention und schneller Hilfe in der Region. Bürgerinnen und Bürger sollten die Warnzeichen kennen und im Notfall sofort die 112 wählen. Die Aufklärungsaktionen vor Ort, etwa am Berliner Hauptbahnhof, unterstützen dabei, das Bewusstsein zu stärken.

Zudem bieten zertifizierte Spezialstationen wie Brustschmerzeinheiten und Stroke Units modernen Behandlungsschutz. Regionale Kliniken arbeiten eng mit Rettungsdiensten zusammen, um die Zeit bis zur Versorgung möglichst kurz zu halten. Die Björn Steiger Stiftung betont die Bedeutung besserer Leitstellen und Schulungen für Laien, um die Überlebenschancen weiter zu verbessern.

Mehr Informationen zu den Symptomen und zum richtigen Verhalten im Notfall finden Interessierte auch auf den Seiten der Deutschen Herzstiftung und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, sowie auf regionalupdate.de. Regelmäßige Schulungen zur Reanimation und Aufklärung sind wichtige Bausteine für mehr Sicherheit in der Bevölkerung.

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