Nienburg. Das Land Niedersachsen fördert den Bau einer Thermolyseanlage der Waste2Value GmbH mit über 6 Millionen Euro. Mit der Thermolyseanlage Waste2Value Niedersachsen wird Kunststoffabfall künftig effizienter recycelt und die regionale Wirtschaft nachhaltig gestärkt.
Jetzt nachhaltig recyceln: Thermolyseanlage Waste2Value Niedersachsen
Die Waste2Value GmbH errichtet im Landkreis Nienburg eine neue modulare Thermolyseanlage, die schwer recycelbare Kunststoffabfälle chemisch aufbereitet. Das Projekt erhält eine Förderung von rund 6,05 Millionen Euro aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtinvestition umfasst 20,1 Millionen Euro.
Innovative Recycling-Technologie
Die Thermolyseanlage nutzt ein Verfahren, das Verbund- und Mischkunststoffe, die mechanisch kaum oder nicht wiederverwertbar sind, in den Wertstoffkreislauf zurückführt. Geplant ist eine modulare Anlage mit zunächst einem Pyrolysereaktor, der bis zu 1.000 Kilogramm Kunststoff pro Stunde verarbeitet. Die Infrastruktur ist auf einen Ausbau bis zu drei Reaktoren mit einer Kapazität von knapp 3.000 Kilogramm pro Stunde ausgelegt.
Wirtschaftliche und ökologische Bedeutung
Das Projekt schafft 27 neue Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region Niedersachsens. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne hob hervor, dass die thermische Verwertung nicht recyclingfähiger Kunststoffe wesentliche Beiträge zur Kreislaufwirtschaft leistet und CO₂-Emissionen reduzieren kann.
„Dieses Vorhaben zeigt in besonderer Weise, wie ökologische Verantwortung, technologische Innovation und wirtschaftliche Entwicklung zusammenwirken können“, sagte Tonne.
Carsten Bruns, Geschäftsführer von Waste2Value, betonte die Bedeutung der Förderung für die Umsetzung des Projekts und die Ziele der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Weitere Informationen zur Förderung innovativer Technologien in Niedersachsen sind auf der Webseite des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums verfügbar. Hintergrundinformationen zur Regionalförderung durch das GRW-Programm bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Weiterer Ausbau und Zukunftsperspektiven
Die Waste2Value GmbH plant, neben dem Erstbetrieb der Anlage den Ausbau der Kapazitäten sowie die ständige Optimierung des chemischen Recyclingverfahrens voranzutreiben. Ziel ist es, die Ressourcenschonung zu verbessern und dauerhaft umweltfreundliche Verwertungswege für Kunststoffabfälle zu etablieren. Zu diesem Zweck wird die modulare Thermolyseanlage schrittweise erweitert.
Mit dem Ausbau der Recyclingtechnologie stärkt Niedersachsens Initiative zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und sichert Arbeitsplätze in der Region. Leserinnen und Leser, die sich für Innovationen im Bereich Umweltschutz und Recycling interessieren, finden weitere aktuelle Beiträge auf regionalupdate.de.
