Schulden bei Onlinehändlern

Schulden in Niedersachsen steigen um 53,42 Euro pro Sekunde

Anzeige
Kunde Kopfpunk-Topbanner

Hannover. Die Schulden Niedersachsen 2026 wachsen weiter deutlich an. Laut dem neuen Haushaltsplan wird das Land in diesem Jahr voraussichtlich rund 1,68 Milliarden Euro neu verschulden, was einer Zunahme von 53,42 Euro pro Sekunde entspricht.

Niedersachsen Schulden steigen

Die Schulden Niedersachsen 2026 liegen am 11. Februar bei etwa 66,3 Milliarden Euro. Pro Einwohner entspricht dies einer Belastung von rund 8.283 Euro. Bis zum Jahresende wird mit einer Gesamtverschuldung von 67,79 Milliarden Euro gerechnet, was 8.469 Euro pro Kopf entspricht. Die Landesregierung nutzt demnach die gesetzlich zulässigen Möglichkeiten zur Neuverschuldung nahezu vollständig aus.

Hintergründe der Neuverschuldung

Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler (BdSt) werden die Schulden vor allem zur Finanzierung von Rekordinvestitionen verwendet. Diese sollen Niedersachsen „fit für die Zukunft“ machen. Allerdings betont BdSt-Vorstandsmitglied Jan Vermöhlen, dass eine tatsächliche Verbesserung nur dann möglich ist, wenn die Mittel zeitnah eingesetzt werden und in Projekte fließen, die die wirtschaftliche Basis des Landes stärken.

„Das Land riskiert, seine Gestaltungsspielräume für kommende Generationen zu verlieren“, sagte Vermöhlen.

Warnungen vor steigenden Zinslasten

Besorgniserregend ist nach Einschätzung des BdSt, dass die hohe Kreditaufnahme mit steigenden Zinskosten verbunden ist. Für 2029 werden Zinszahlungen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro erwartet. Dies entspricht der derzeit gesetzlich erlaubten strukturellen Neuverschuldung. Ohne Sparmaßnahmen im Verwaltungshaushalt, insbesondere im Personal- und Versorgungsbereich, könnte der Haushalt bald unter der Zinslast kollabieren.

„Kredite werden dann nur noch aufgenommen, um die Zinslasten der Vergangenheit zu bedienen,“ so Vermöhlen.

Eine konsequente Konsolidierung des Landeshaushalts sei daher notwendig, um Investitionen auch langfristig sicherzustellen.

Ausblick und nächste Schritte

Die Landesregierung wird in den kommenden Monaten zeigen müssen, wie effizient sie die Investitionsmittel einsetzt und ob parallel Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung umgesetzt werden. Die Entwicklung der Zinsausgaben sowie der Schuldenstand bleibt genau zu beobachten. Nähere Informationen zum aktuellen Haushalt bietet das niedersächsische Finanzministerium auf seiner offiziellen Webseite.

Lesen Sie auch weiter bei regionalupdate.de zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Landesfinanzen.

Weitere Informationen zum Thema Staatsverschuldung gibt das Statistische Bundesamt.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel